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Wahre Orte bei Alexander Ochs

Zeitgenössische Kunst aus Fernost in neuen Räumen

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Am 29. Februar eröffnete der Galerist Alexander Ochs seine neuen Ausstellungsräume in der Berliner Sophienstrasse. "Die wahren Orte" heißt sein erstes Projekt in der frisch renovierten  Fabriketage, eine Gruppenausstellung mit Arbeiten chinesischer und internationaler Künstler.

von Johannes Bock

Berlin, März 2008  Wenn es um Gegenwartskunst aus Asien geht, ist Alexander Ochs ein Galerist der ersten Stunde. Bereits 1997 gehörte er zu den Gründern von asian fine arts, die  damals schon im Berliner Galerienbezirk Mitte angesiedelt war. Nach der Eröffnung des Pekinger Ablegers White Space im Jahre 2003 erhielt sie den Namen Alexander Ochs Galleries Berlin | Beijing. Seitdem werden bekannte chinesische Künstler wie Fang Lijun, Yang Shaobin und Yin Xiuzhen von ihr in Europa vertreten. Neben der Arbeit als Galerist betätigt sich Ochs auch als Kurator von Ausstellungen. So initiierte er 2004 eine Einzelausstellung des Malers Xu Bing im Museum für Ostasiatische Kunst in Berlin und war Mitorganisator einer Schau von Fang Lijun im Berliner Kupferstichkabinett. Aber auch in Asien ist der umtriebige Idealist auf Museumsebene aktiv. In Zusammenarbeit mit der National Gallery Jakarta und dem Today Art Museum Beijing organisierte er unter anderem Ausstellungen für die Künstler Yang Shaobin und Fang Lijun.

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In der aktuellen Berliner Ausstellung zeigt Alexander Ochs neue Arbeiten chinesischer und internationaler Künstler. Unter dem Titel „Die wahren Orte I“ präsentieren Chen Guangwu, Timo Nesseri, Micha Ullman, Wang Shugang, Xu Shun, Yang Maoyuan, Yin Xiushen und Zhang Huan ihre aktuellen künstlerischen Positionen vor dem Hintergrund der zunehmenden Globalisierung. Angesichts des ungebrochenen Booms der Kunstmärkte setzen sie sich auf kritische Weise mit der „Alles-ist-möglich-Mentalität“ des neuen internationalen Turbokapitalismus auseinander. So untersucht der chinesische Künstler Wang Shugang mit seinen lebensgroßen Neonskulpturen gleich am Eingang der Galerieräume, den schleichenden Individualitätsverlust in der modernen Konsumgesellschaft. Zhang Huan hingegen setzt sich in seinen Arbeiten auf Papier mit dem allgemein verbreiteten Bild der traditionellen chinesischen Kunst auseinander. Für seine 119 x 80 cm großen, unbetitelten Bilder verwendete er eine Mischtechnik aus Siebduck, Tusche und Sojasoße.

ImageEine ganz ähnliche Richtung gehen die Skulpturen von Yang Maoyuan, die eine große Fläche im zentralen Bereich der Galerie einnehmen. Maoyuan setzt sich auf sehr bildliche Weise mit dem schleichenden Ausverkauf traditioneller, asiatischer Kulturwerte auseinander. Seine Installation „Faces“, bestehend aus dutzenden Marmorköpfen, erinnert an die Darstellung klassischer Buddhafiguren. Sämtliche Ecken, Kanten, Vorsprünge und Überhänge an den Gesichtern sind jedoch glatt geschliffen. Nur fragmentarisch zeichnen sich noch einzelne Strukturen ab. Dadurch verlieren die Köpfe nicht nur ihre Individualität sondern auch ihren spirituellen Charakter. Sie mutieren zu einer uniformen Masse, deren gesichtsloser Ausdruck schließlich ganz zu verschwinden droht.

ImageDen Blickfang der Ausstellung stellt die Installation der Künstlerin Yin Xiuzhen dar. „Collective Unconscious“ lautet der Titel dieser Arbeit, für die sie einen Kleinbus in die Ausstellungsräume verfrachtet hat. Diese, auch scherzhaft als „Brötchen“ bezeichneten Fahrzeuge, wurden bis in die 90er Jahre auf chinesischen Straßen massenhaft als Personentransporter eingesetzt. Aufgrund ihrer billigen Bauweise und der schlechten Qualität galten sie jedoch als Verkehrsrisiko und wurden von der chinesischen Regierung nach und nach aus dem Verkehr gezogen. Xiuzhen, die bereits Teilenehmerin der Biennale von Venedig war, teilte das Fahrzeug in zwei Hälften und zog sie 15 Meter auseinander. Vorder- und Hinterteil sind durch eine fragile, schlauchartige Konstruktion miteinander verbunden. Von außen ist dieser moderne chinesische Drachen, der auf dutzenden von kleinen Rädern ruht, mit weißen Textil-Markenplagiaten aus billiger, einheimischer Massenproduktion belegt. Aus seinem Inneren dröhnt, zum Ruhme der Hauptstadt Peking, chinesische Popmusik und lockt die Besucher in den Bauch des Vehikels, das den selbstmörderischen Größenwahn einer nach maximalem Profit strebenden Gesellschaft kaum bildlicher darstellen könnte.

ImageAuch die Malerei kommt in der Ausstellung zu Ehren. Der junge chinesische Maler Xu Shun beschäftigt sich mit den Auswirkungen der schnellen Industrialisierung in seinem Heimatland. In dem 220 x 330 cm großen Gemälde „Walking in the Flood“ zeigt er ein apokalyptisches Bild von den Folgen der durch Menschenhand verursachten Naturkatastrophen. Als reale Vorlagen dienten ihm Fotografien. Durch den pastosen Farbauftrag mit groben, aber leicht geführten Pinselstrichen, schlägt Shun zugleich einen Bogen zwischen Fotorealismus und einer fast impressionistisch wirkenden Malweise. Zusätzlich sind in der Ausstellung auch Exponate von nicht-asiatischen Künstlern zu sehen. Micha Ullmann aus Israel ist beispielsweise mit seinen plastischen Arbeiten „Sandbuch I-V“ vertreten. Ebenso wie der in Berlin lebende Timo Nasseri, dessen Wandinstallation "Shafagh“ gezeigt wird, stellt er seine Kunstwerke in einen gesellschaftlich-religiösen Kontext.

ImageDie Schau von Alexander Ochs macht eines besonders deutlich: Gute zeitgenössische Kunst lebt auch von ihren Inhalten. Arbeiten, in denen Künstler sich lediglich darauf beschränken Formen, Farben und Techniken auszuprobieren oder sich selbst zu erforschen, sucht man dort vergebens. So bewegen sich die gezeigten Kunstwerke nicht etwa in einem eigenen Milieu aus Tradition und zynischem Realismus, sondern nehmen aktuelle politische und gesellschaftliche Strömungen auf um sie kritisch zu hinterfragen.

Das Konzept der Ausstellung folgt dabei einer besonders flexiblen Form. Durch das ständige Hinzufügen aber auch Herausnehmen einzelner Arbeiten verändert sie sich kontinuierlich. Dabei soll sie jedoch ihrem inhaltlichen Anspruch und kritischen Charakter treu bleiben. Bis zum 5. Juli werden so in wechselnder Abfolge 20 vorwiegend chinesische, aber auch internationale Künstler gezeigt. Schließlich mündet die Schau im Projekt "in situ – construction place" mit Bildern des Fotografen Miao Xiaochun von den olympischen Baustellen in Peking und einer Installation von Ai Wei Wei. Alexander Ochs bietet mit "Die Wahren Orte" Sammlern und Besuchern eine gute Gelegenheit sich eine Übersicht über das Profil der Galerie zu verschaffen und zugleich den gegenwärtigen Stand in der zeitgenössischen, chinesischen Kunst kennenzulernen.

Bildergalerien                                                            Photos: Johannes Bock / nurart             

 
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DIE WAHREN ORTE I

01. März – 12. April 2008
Chen Guangwu, Timo Nasseri, Micha Ullman, Wang Shugang, Xu Shun, Yang Maoyuan, Yin Xiuzhen, Zhang Huan
 
ALEXANDER OCHS GALLERIES BERLIN | BEIJING
Sophienstraße 21
10178 Berlin | Germany

Telefon: 
+49 (0) 30. 283 91 387
Telefax: +49 (0) 30. 283 91 388
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.  

Öffnungszeiten:

Dienstag – Freitag: 10 – 18 Uhr
Samstag: 11 – 18 Uhr
 

 

 

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