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Schatten Tag und Nacht

bb05 Kunst- und Ausstellungsmarathon läuft bis 15. Juni an vier Orten 

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Die Berlin Biennale zeigt zum 5. Mal zeitgenössische Kunst wie sie aktuell tickt. Und sperrt sich durch Bescheidenheit vor dem Vermarktungskonzept auf dem internationalen Kunstparkett.

 

 

KW-Kunstwerke, Neue Nationalgalerie, SchinkelPavillon, Skulpturenpark

5. April - 15. Juni 2008 

von Irmgard Berner

Berlin, 4. April 2008 Sie will anders sein als ihre rund um den Globus etablierten großen Kolleginnen. 1995 als "Eigeninitiative und Selbstbehauptung", so ihr Urheber Klaus Biesenbach, gegründet, bekommt die Berlin Biennale alle zwei Jahre ein neues, temporäres Gesicht. Zentrale Anlaufstelle und Hauptausstellungsraum sind die Kunstwerke in der Auguststrasse auch diesmal wieder. Die Schau breitet sich weiter aus auf die Neue Nationalgalerie, den Schinkelpavillon und den Skulpurengarten am ehemaligen Mauerstreifen. Diese Räume haben "etwas zerbrechlich Schönes, Genaues. Die Kunst tritt in einen Dialog mit diesen Räumen", sagt Biesenbach auf der Pressevorstellung.

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Die Räume scheinen denn auch die beiden Kuratoren Adam Szymczyk aus Polen und die Amerikanerin Elena Filipovic mehr zu begeistern, als die Kunst selber, denn über die sagen sie nur wenig.  "Bescheidenheit ist eine Zier", mit dieser Redensart möchte man ihnen für ihr Ausstellungskonzept nicht nur schmeicheln. Denn schüchtern und blass vermitteln sie ihr Konzept, obwohl es doch seine Möglichkeit für Neuentdeckungen nutzt. "When Things cast no Shadow" (Wenn Dinge keinen Schatten werfen) haben sie sich für ihre Tag-Nacht-Ost-West-Erkundungsgänge auf die Fahnen geschrieben, zwei kleine Büchlein und den Katalog empfehlen sie als Katalysator für die gezeigte Schau.

Zwei Jahre Vorbereitungsarbeit steckt darin, gefördert von der Bundeskulturstiftung mit 2,5 Millionen Euro. Für 2010 und 2012 sind die Mittel bereits gesichert, bestätigt Hortensia Völckers, künstlerische Leiterin der Stiftung. Denn die Biennale soll weiter "über die Stadt erzählen, was wir so noch nicht gesehen haben".

ImageDas Schwarze der Zielscheibe

Um dem No-shadow-Motto und dem bisher Ungesehenen auf die Spur zu kommen, lohnt es sich, die Kunst-Werke zu durchforsten. Im komplett abgedunkelten 2. Obergeschoss begleiten einen auf der Video-Wand die bewegten Hände der Performance-Künstlerin Babette Mangolte in ihrer Arbeit "(Now) or Maintenant entre Parenthese" von 1976. Fündig wird der schnüffelnde Besucher aber in einer kleinen schwarzen Kammer . Video-Bilder flackern auch hier an der schwarzen Wand: das Leben hinter den Schatten der Nacht, die psychischen Schatten einer Drogenbiographie, huschende Schatten hinter grellen Lichtern am Strassenrand. Fackelnde Feuer, Fledermausgesichter, vorbeifahrende Alleen im Zeitraffer. Michel Auber zeigt uns in seiner Video-Arbeit sein Bohemeleben in den Imagesechziger, siebziger Jahren, unhierarchisch wie ein Zeitdokument aus dem Internet-Zeitalter.

Auder hielt sich immer dort auf, wo was los war, und hatte stets seine Kamera dabei: Nach dem Pariser Aufbruch von 1968 und der Zusammenarbeit mit den radikalen Filmemachern des Kollektivs Zanzibar landete er in Andy Warhols Factory, heiratet erst die Schauspielerin Viva Superstar, später Cindy Sherman. Obwohl von Berühmtheiten umgeben, blieb dem Experimentalfilmer der Erfolg versagt. Auf der "bb05" bildet seine Arbeit ein geheimes und geheimnisvolles Zentrum, wie das Schwarze einer Zielscheibe. 

Zeichen und Zeichnung 

Kommt man aus Auders Film-Kabinett noch leicht benommen heraus, blickt einen das Gesicht eines ernsten jungen Mannes aus einer Kohlezeichnung von Jakob Mishori an. ImageEs gehört zu der wandfüllenden Serie "Nae Doresh", die der israelische Künstler 2004 gezeichnet hat. Das hebräische "Nae Doresh" bedeutet, "seinen Prinzipien gerecht werden". Seit seinen frühen Portraits und Selbstportraits beschäftigt sich Mishori mit Fragen geschlechtlicher Identität, der Selbstinszenierung sowie der Rolle, die Stil und Design für eine Wahrnehmung als Subjekt spielen. Die Zeichnungen sind schwarz gerahmt und changieren zwischen der bedrückenden Symbolik der Schoa und einer Neo-Avantgarde moderner Maskierungen.

Spielwiese im zu großen Glaskasten 

Die Biennale hat als weiteren Spielort die Neue Nationalgalerie gewinnen können, den schwierigen Glaskasten Mies van der Rohes an der Potsdamer Strasse. Man spürt den Ehrgeiz, diesen Raum für die Schau und vielfältigen Ansätze der Künstler zu erobern und gleichzeitig offen zu lassen. Entstanden ist eine mit Paravents, Vorhängen, Ecken und Nischen lose abgetrennte Spielwiese, auf der sich auf den ersten Blick die Kunstwerke wie schüchterne, begehbare Spielzeuge ducken. Sie entpuppen sich aber als zum Teil filigrane Auseindandersetzungen mit der Moderne: der weiße Vorhang als Verhüllungs-Fragment des Pariser Künstlers Marc Camille Chaimowicz verdeckt die Sicht nach aussen Richtung Süd-West, Tapetenmuster auf Platten gezogen zitieren Fin de Siècle-Ambiente im Baumarkt-Stil. Jacob Mishoris pinkfarbene Gemälde "Bites of Small Fish" hängen auf Stellwänden und spielen mit dem Hinweis auf die Pop-art, Gabriel Kuris dottergelbe Hohlkehlen dienen als Garderobenablage für die Besucher.

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Schön hingegen ist die große Fläche, die die Kuratoren den historischen Reflexionen der britischen  Künstlerinnen Rosalind Nashashibi und Lucy Skaer eingeräumt haben. Auf dem Boden breiten sie großflächig ihr "Pygmalion" aus, eine aus farbigem Plexiglas geschnittene Installation.  Sie bildet die antike Szene eines Trauerzuges mit Pferden und Menschen einer Vasenmalerei des attischen Malers Exekias aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. nach. Auf der Oberfläche des glatten Materials spiegelt sich, gebrochen von den Konturen wie auf den Scherben der alten Vase, die Umgebung des Glaskastens und holen das Licht des Tages herein. 

Die Schatten der Nacht bleiben in der Neuen Nationalgalerie aber draußen. Zu lange sind die hellen Abende der Berliner Tage bereits. Doch für die Nächte haben sich die Kuratoren einiges einfallen lassen: "Meine Nächte sind schöner als eure Tage". Blass sollen sie nicht bleiben. 

Photos: Irmgard Berner / nurart 

www.berlinbiennale.info

 


 

Он шел по краю поднимающегося от земли тумана, выискивая сухое место по ту сторону, а когда нашел, то прыгнул прямо на него поверх испарений.

Но мы же в отпуске, напомнил ему Римо.

Марк "Nvidia 9600 gt драйвера" кивнул, опустился на колено и прикоснулся к камню.

Мерным, как стук метронома шагом, их локти, покачиваясь в "Учебник финского языка" такт, отбивали шаг.

В качестве уступки старомодным приличиям мистер Хэммонд решил сесть на балконе, а не в основном зале.

Ведь с ним ты получил Силу, которая подходит твоим амбициям, а ведь когда-то ты даже не знал, что они у тебя есть.

 


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