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Laboratorien 2.0

Experimentieren mit „Neuen Bildern vom Menschen“ im Ars Electronica Center Linz

Image Mitmachlabor im "Museum der Zukunft" im Zeitalter der Biotechnologie: das neue AEC im österreichischen Linz geht radikal fortschrittliche Wege in der Vermittlung digitaler Kunst und lockt mit Einblicken in unsere Gehirnströme.

von Irmgard Berner

Linz: Das neue Ars Electronica Center am Nordufer der Donau. |photo: iberner

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Linz, Januar 2009 Wissenschaft und Technik haben von jeher Künstler fasziniert. Man denke nur an Leonardo da Vinci, das Universalgenie aus Florenz, diesen Erfinder von Flugmaschinen und mechanischen Geräten. Aber auch an seine detailreichen anatomischen Zeichnungen vom Inneren des menschlichen Leibes, die nicht nur die Kunst vor 500 Jahren sondern auch die medizinische Forschung seiner Zeit vorangebracht haben: durch seine präzise Bildgebung und das Sichtbarmachen des bislang weitgehend Unsichtbaren.

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Das soll im 21. Jahrhundert nicht anders sein. Zumindest haben sich die Gestalter des Ars Electronica Centers, AEC, im oberösterreichischen Linz für ihre neuen Themen aus der Medizin und Biotechnologie, Life Sciences genannt, den fruchtbaren Synergien zwischen Künstlern auf der einen und Forschern und technischen Entwicklern auf der anderen Seite für ihre aktuelle Ausstellung verschrieben. Nun eröffnete - kaum dass die Raketen-Symphonie zum Auftakt des Kulturhauptstadtjahres 2009 verklungen ist - das AEC sein neues Haus am Nordufer der Donau. Die große Schau in dem bunt changierenden Glas-Lichtpalast heißt denn auch „Neue Bilder vom Menschen“.

Während Leonardo seine anatomischen Menschenbilder noch heimlich bei Sezierübungen in der medizinischen Fakultät skizzieren musste, arbeiten heute Künstler im Linzer „Museum der Zukunft“ nicht nur eng mit Wissenschaftlern zusammen, um ihre Werke in offener Forschungs- und Laborarbeit zu entwickeln, sondern der Besucher selbst ist aufgefordert, zum Forschungsarbeiter zu werden. Im Internetzeitalter heißt er dann User. Er kann die Technologie benutzen, die ihm seinen Körper bis in die kleinsten Zellen vor Augen führt.

Das neue Gebäude, vom Wiener Büro „Treusch architecture“ um 4000 auf 6500 m² erweitert, birgt Instrumente und Steuerungen, mit denen der Besucher nicht nur betrachten, sondern selber im GenLab eine Pflanze klonen, im FabLab designen und fabrizieren oder im RoboLab lächelnde japanische Roboter manipulieren kann. Im „BrainLab“ etwa ist er online mit dem Magnetresonanztomographen, MRT, der radiologischen Station des Linzer Allgemeinen Krankenhauses verbunden. Die Daten und Grafiken von Gehirnströmen werden von dort direkt in die Workstation überspielt. Der Mensch kann dem Gehirn beim Denken zusehen.

Die Labore befinden sich im Herzstück des Centers, der einen Meter unter dem Donau-Wasserspiegel gelegenen „Main Gallery“. Dort breiten sich die neuen Bilderwelten aus, die digital-experimentellen Kunstwerke und mikroskopischen Aufnahmen aus unseren inneren, atomaren Universen und laden zum Interagieren ein.

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Riskant bleibt, ob der Besucher wirklich versteht, worum es bei den einzelnen, oft komplexen Darstellungen geht. Die Technik ist auf dem neuesten Stand, der User kann in die Forscherhaut schlüpfen. Leicht entsteht aber das Gefühl, im Labor-Trakt einer Life-Science Firma gelandet zu sein. Damit das genau nicht passiert, „beschreiten wir mit Ars Electronica radikal neue Vermittlungswege“, sagt Gerfried Stocker, seit 1996 künstlerischer Geschäftsführer des AEC. Interaktion war von Anfang an Teil der Medienkunst - um emotionale Kommunikation geht es jetzt. „Es ist unsere größte Herausforderung, nicht abgehoben zu sein, obwohl die Themen sehr zukunftsorientiert sind“.

Und genau deshalb sind die Laboranordnungen vermischt mit fantastischen, künstlerischen Arbeiten. Jenny Sabins raumgreifende Installation „Branching Morphogenesis“, gebaut aus 75000 Kabelbindern, bildet die Zellstruktur nach und gibt eine Ahnung von den gigantischen Ausmaßen jenes komplexen Netzwerkes, das unseren Körper bildet. Zusammen mit dem Zellbiologen Peter Lloyd Jones analysierte die Künstlerin, wie sich Zellen untereinander verbinden und ihre Kraft koppeln.

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Wunderbar spielerisch und poetisch ist die Computer-Interaktion „Garden“ des japanischen Künstlers Kohei Asano: knöcheltief steht man in weißen Papierschnipseln, die man so lange mit beiden Händen durch die Luft unter das Licht des Projektors wirble, bis sie in bunte Farben getaucht werden, sphärische Klänge erzeugen und auf dem Boden die Illusion großer 3-D Blumen erzeugen. Für Klangexperimente steht auch der kuriose Musik-Automat „Quartet“ von Jeff Lieberman und Dan Paluska bereit: der Besucher gibt eine beliebige  Klangfolge in den Computer ein, dieser verarbeitet sie zu einer Komposition und setzt den Mechanismus der sechs Meter langen Marimba in Gang, indem er Gummibälle auf die Klangstäbe katapultiert und eine Reihe Weingläser wie eine Drehorgel spielen lässt. 

ImageDie reichste Ressource für innovative Ideen und damit spannende Ausstellungskonzepte bildet der Prix Ars Electronica, der jedes Jahr während des im Herbst stattfindenden Festivals vergeben wird. Aus der ganzen Medienkunstwelt schicken Künstler ihre Wettbewerbsbeiträge nach Linz. Die Besten gewinnen und tragen zur Weiterentwicklung bei.

Und Leonardo da Vincis, des Größten der Großen Geist schwebt derweilen in der Wunderkammer des „Deep Space“. Sein Gemälde „Das letzte Abendmahl“ wird in dem 3-D-begehbaren Tiefenraum in 15 000 Gigapixel bis in Sandkorngröße aufgelöst. Man stelle sich seine Begeisterung vor!

photos: irmgard berner 

www.aec.at

ab 2. Januar 2009 in Linz, Austria

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