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Wenn das Haus zum Körper wird

"Aufwachen" im Haus am Waldsee: Das Werk von Clemens Krauss erstmals in einer Berliner Institution

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Clemens Krauss, Großes Selstportrait, 2004. Silicon, Haare

Extreme Blickwinkel darstellen, Hierarchien durchbrechen und das zugespitzte Spiel mit der Wahrnehmung zelebrieren: Das prägt die junge Kunst-Karriere des Clemens Krauss. Im Haus am Waldsee in Berlin legt er seine Haut ab - als Kunstwerk versteht sich. Mit Sack und Pack ist er in die Zehlendorfer Villa eingezogen und lässt den Besucher hautnah an sein Künstler-Dasein heran. von Irmgard Berner

Berlin, März 2009. Clemens Krauss kann von seinem Barockbett aus dem Fenster durch die Baumkronen bis zum Waldsee schauen.

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Im Eckzimmer im 1. Stock der Villa hat er sein Schlafzimmer eingerichtet. Das Haus am Waldsee, Ort für internationale Gegenwartskunst, war einst bewohnt. Mit der Ausstellung „Aufwachen“ erweckt es der junge österreichische Künstler nach 62 Jahren nun wieder zum Wohnhaus. Inmitten seiner Kunstwerke nistet er in seinen privaten Möbeln, mit seinen Büchern, Bildern, DVDs unter einem Dach - und transformiert die Galerieräume zu einer großen Kunstinstallation. Ständige Begleiter in den zwei Etagen der hellen, großbürgerlichen Wohnung sind ihm seine gemalten Körper, die „Chromosomes“, die wie Farbkleckse einzeln oder in Gruppen scheinbar über die Wände laufen.

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Kongenial hat Hausherrin Katja Blomberg, die Krauss schon 2005 entdeckte, dieses grenzüberschreitende Projekt als Retrospektive seines noch jungen Werkes mit erdacht und entwickelt. Der 30jährige Künstler, der nach Studium in Berlin und London und nach Stipendienaufenthalten in Sao Paolo und Tokio wieder in Berlin lebt, geht hier mit aller Konsequenz „weg von der klassischen Betrachter-Künstler-Hierarchie. Das ist so hermetisch und interessiert mich nicht“, sagt Krauss. Er will den Besucher einbeziehen in den Kunst-Prozess und ihn gleichzeitig hautnah an sich heranlassen.

Gleichzeitigkeit ist ein wesentlicher Begriff in der Kunst-Terminologie von Clemens Krauss. Farbe ist Form, Film ist Körper, Bild ist Skulptur, und der Betrachter wird gleichzeitig zum Akteur. So, wie er selber privat und zugleich öffentlich in dieser Ausstellung wohnt, isst und schläft, hat er seine Haut wie ein Hemd abgestreift und auf den Boden geworfen: Das „Große Selbstportrait“ von 2004 liegt nun als körperlose Silicon-Hülle mit Haar und Poren in unheroischer, ja erbärmlicher Pose im kalten Erkerzimmer. Interessierte Besucher lädt Krauss zudem zum Vieraugengespräch ein – übrigens auch nach 18 Uhr noch - mit dem Angebot, „Widersprüche zu diskutieren“. Metaphorisch steht daher ein barocker Beichtstuhl neben seinem Bett. Und während seines 2-monatigen Aufenthaltes schafft er ein Wandbild, das am Ende verschwunden sein wird.

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Clemens Krauss treibt ein faszinierendes Spiel mit der Wahrnehmung, erforscht Schichten und durchdringt Grenzen. Den Blickwinkel auf seine Figurenkörper dreht er um 90°, malt sie stark verkürzt von oben, sodass sie ihre Perspektive schon in sich haben. Ein Bild malt er nicht um des Bildes willen, Malerei ist ihm zwar wichtig, aber nur als Methode. Im „destruktiven Akt“ schnitt Krauss daher für die Serie „Bodychromatics“ die pastos gemalten Körper aus der weißen Leinwand aus und legte 52 von ihnen in die sieben Glaskuben, die er für den zentralen Ausstellungsraum entworfen hat. An die 30 Kilo Farbe drückte er für jeden seiner Chroma-Soma oder Farb-Körper auf den Malgrund. Oberflächlich trockne die Farbe relativ schnell, bilde eine Haut, aber wie sieht es tief drinnen aus? „Das ist wie das Zentrum eines Vulkans oder der Erdkugel – immer ein bisschen flüssig.“

„52+ Körper“ nennt er die Skulpturen, die genauso gut Schaukasten wie Glassarg sein könnten. Auf mehreren Glasböden übereinander geschichtet, verbinden sich für den Betrachterblick von oben die Farbformen zu Körpergruppen. Was der Besucher da noch nicht weiß, ist, dass er in diesem Moment zum Teil-Körper der Installation wird – er ist das titelgebende "+". Denn auf den ersten Blick übersieht man ein kurzes schwarzes Stück Schlauch, das oben aus der Zimmerdecke ragt. Es ist das Endstück eines Endoskops, ein Gerät mit Minikamera, mittels dessen man das Innere eines Organismus beobachten kann, das Bilder aus einem Hohlraum zur Betrachtung projiziert. ImageDer Schlauch dringt in den Raum im 1. Stock, wo der ausgebildete Mediziner Krauss sein Wohnzimmer installiert hat - und mündet in einen Laptop. Der Künstler beobachtet die Momentaufnahme auf dem Bildschirm mit Forscherblick, und flüstert: „Das ist sehr schön, wie sie sich da bewegt“. Als hätte er soeben ein neues Chromosom entdeckt.

photos: iberner | nurart

Haus am Waldsee

Aufwachen- Clemens Krauss
06.03.2009 - 26.04.2009

Haus am Waldsee

Argentinische Allee 30
14163 Berlin
T. +49.30.8018935
F. +49.30.8022028
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Öffnungszeiten: Täglich 11 bis 18 Uhr 

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