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Tadashi Kawamata, Tree Huts PDF Drucken

Nichts ist von Dauer

Tadashi Kawamata über seine Baumhütten am Berliner Tiergarten

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Der japanische Künstler Tadashi Kawamata hat einen besonderen Spürsinn für verbotene Orte: Gebäude, Straßen, Bäume. Seine plastischen Graffiti setzt er vornehmlich in Nischen und Parks im urbanen Raum. Am Haus der Kulturen der Welt hat er für die Ausstellung "Rasende Heimat" vergängliche Architekturen in die Bäume gebaut, die Tree Huts.

von Irmgard Berner

Herr Kawamata, Sie zimmern hier "Tree Huts" in die Baumkronen; wie große Vogelnester sehen sie aus. Baumhäuser ohne Leitern. Erfüllen Sie sich damit einen Kindheitstraum?

Nein! Meine Tree Huts sind ein Schwindel, sie sind gar keine Baumhäuser. Sie sehen so aus, sind es aber nicht. 1984 war ich artist in residence in New York. Das war die Zeit der vielen Graffiti und Obdachlosen in der Stadt, überall bauten sie diese Verschläge aus Kartons und Abfall. Ich machte ein spontanes Projekt aus Papphütten im Madison Square Park. Aber genauso schnell wie ich sie machte, waren sie auf einmal weg. So habe ich die Hütten vom Boden fort, nach oben in die Bäume gesetzt. Seitdem habe ich an vielen Orten über 400 Tree Huts gebaut.

Dürfen Sie das?

Es ist Streetart und irgendwie immer illegal. Aber ich arbeite im öffentlichen Raum, die Menschen reagieren, es entstehen Kontakte, der soziale Kontext interessiert mich. Hier in Berlin brauchte ich für jeden Baum eine Genehmigung, manch ein Baum wurde mir sogar vorgeschrieben. Ein Land der Vorschriften, da weiß man, woran man ist.

Aber was reizt Sie am meisten an diesen Aktionen?

Dass Kunst zum Kommunikationsmittel wird. Interventionen im öffentlichen Raum bringen immer Auseinandersetzungen mit sich. Deswegen war die Streetart-Bewegung in den Achtzigern für mich so entscheidend: das Spontane und das Vergängliche. Und die Obdachlosenhütten sind anonym, zerbrechlich und flüchtig. Sie sind Camouflagen, ohne Funktion. In die Tree Huts wird keiner hochklettern und dort bleiben. Und wenn doch? Dann illegal(lacht). Sie haben ja keine Einladung dafür.

Als Spaziergänger ist man überrascht, wenn man plötzlich die Latten wie Mikado-Stäbe in den Bäumen kleben sieht. Wie weit spielen japanische Stilmittel und Materialen für Sie eine Rolle?

Überhaupt keine. Im Gegenteil, ich habe es immer abgelehnt, diese Art von Klischees zu bedienen, was die Leute für Prototypen japanischer Kunst halten. Mein Name steht dafür mehr als genug. Also ich verwende kein Bambus oder so, ich nehme immer nur Materialien aus der jeweiligen Umgebung.

Verwenden Sie überhaupt japanische Quellen, immaterielle?

Das, was wohl aus der Mentalität des Japanischen kommt: das Nachdenken über die Zeit, über das Temporäre. Darin unterscheide ich mich von Menschen aus dem Westen. Es ist ganz einfach: In meiner Philosophie gibt es nichts Permanentes, alles ist vorübergehend. Hundert Jahre oder tausend, nichts ist von Dauer. Das Permanente ist sehr abstrakt und hilft nur der menschlichen Vorstellung weiter. Die Menschen sterben so oder so, es gibt ein Limit. Aber weil die Menschen länger bleiben wollen, dient das Permanente ihrer Einbildungskraft. So, vielleicht ist das japanisch, eigentlich ist es buddhistisch - aber ziemlich stark für mich. Etwas wird aufgebaut und wieder abgerissen . Das ist ganz normal.

Bleibt von dem Gebauten denn ein Abbild in Ihrem Gedächtnis?

Nein, sie dienen mir nur dazu, über den Ort, die Umgebung nachzudenken.

Um den Leuten etwas bewusst zu machen?

Nicht unbedingt. Kunst ist Intervention für mich, ein Eingriff, den jeder anders anschaut. Sie ist wie ein Gewürz: man braucht es eigentlich nicht, aber wenn man den einfachen Luxus eines besseren Geschmackes genießen will, braucht man Würze. So ist das mit der Kunst. Sie arbeiten in Europa, Nordamerika und Japan.

Könnten Sie sich vorstellen in Ländern des Mittleren Ostens Interventionen zu machen?

Ich habe ein Mal in Israel etwas gemacht; aber es braucht scheinbar Orte mit großer Stabilität dafür. Da, wo alles geregelt ist, sind Interventionen wichtig. In fragilen Ländern braucht man sie nicht, sie haben dort keine Funktion, in weiten Teilen Afrikas etwa: Jeder und alles ist dort Intervention. Ich will nicht die Welt verändern, ich will nur etwas hinsetzen. Kunst ist für mich überhaupt kein großes Ding, sie ist etwas Kleines, das berührt.

Das Gespräch führte Irmgard Berner

Haus der Kulturen der Welt, John- Foster-Dulles-Allee 10 (Tiergarten).

Bis 10. Januar, Mi-Mo 11-19 Uhr.

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