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Die Photografin Martha Maas PDF Drucken

Wer war Martha Maas?

Die erfolgreiche Portraitfotografin Martha Maas machte ab Mitte der 1930er Jahre plötzlich nur noch Bilder von Hunden und Katzen

Die Schicksale hunderttausender jüdischer Menschen während der deutschen NS-Herrschaft sind bis heute nicht dokumentiert. Sie wurden verdrängt, oder einfach nie erzählt. Auch Martha Maas  geriet in Vergessenheit und wurde erst 70 Jahre später wiederentdeckt. Nun ist ihr eine Ausstellung mit Fotos und Originaldokumenten gewidmet.

von Johannes Bock

Ab Ende 2009 waren die Stücke bereits in einer Ausstellung im Berliner Lette Verein zu sehen, jener Ort an dem Martha Maas einst ihre Fotoausbildung absolvierte. Im Sommer 2010 wird die Ausstellung im Zollverein Essen gezeigt.

Berlin, März 2010. Nach den Schrecken des II. Weltkriegs und des Holocaust erschienen viele Lebensläufe zu banal, um aus der großen Masse der unaufgeklärten Fälle hervorzutreten. Dabei sind es gerade die kleinen Alltagsgeschichten, mit denen wir uns am besten identifizieren können, und die uns einen besonders eindrucksvollen Blick in die Vergangenheit werfen lassen.

Einer, der eine solche Geschichte wiederentdeckt hat und nun weiter erzählt, ist Stefan Maria Rother. Eher zufällig gelangte der in Berlin lebende Fotograf in den Besitz von zwei Umzugskartons voller Papiere und Dokumente. Bei einer Sichtung des Materials stellte er Unglaubliches fest: Er war auf die Überreste des Nachlasses der jüdischen Fotografin Martha Maas gestoßen. Ihr Neffe, David Ettlinger, den er bereits vor Jahren, im Schwimmbad kennen gelernt hatte, übergab ihm die Sachen nebenbei mit den Worten ‚Du bist doch auch Fotograf.‘ Als Rother später beim durchblättern der Papiere feststellte, dass Marta Maas ihre Ausbildung zur Fotografin, genau wie er selbst, beim Berliner Lette Verein abgeschlossen hatte, war sein Forscherdrang geweckt. Nach und nach setzte er die Lebensgeschichte der Fotografin aus den hinterlassenen Briefen, Dokumenten und Fotografien wieder zusammen, um daraus ein Buch zu machen.

Kein Luxus sondern Lebensnotwendigkeit

Martha Maas wird 1893, in Aachen als Tochter des jüdischen Ehepaars Salomon und Louisa Rosenfeld geboren. Das schmächtige Mädchen wächst in gut bürgerlichen Verhältnissen auf. Nach dem Abschluss der Schule in ihrer Heimatstadt, besucht sie ein Mädcheninternat in Bonn. Als sie gerade 18 Jahre alt ist, stirbt ihr Vater. Kurze Zeit später bricht der Erste Weltkrieg aus und Martha beginnt als freiwillige Helferin für das Rote Kreuz zu arbeiten. Ihre intensive Beschäftigung mit Fotografie beginnt ab 1916. Da entschließt sie sich eine Fotografenausbildung im Fotostudio Suse Byk am Kurfürstendamm in Berlin anzufangen und absolviert drei Jahre später ihre Prüfung in der Photographischen Lehranstalt des Lette Hauses. Zurück in ihrer Heimatstadt Aachen, eröffnet sie mit einer Kollegin ein eigenes Fotoatelier - ihre Spezialität: „künstlerische Portraitfotografien.“ Martha Rosenfeld betreibt die Fotografie voller Fleiß und Engagement. Die Ausstellungen ihrer Fotowerkstatt finden ihren Weg ins Aachener Suermondt Museum und werden von der zeitgenössischen Presse gelobt. Aber Martha verfasst auch eigene Artikel. Darin beschäftigt sie sich vor allem mit theoretischen Aspekten ihres Berufes. So schreibt sie: „Hat sich die moderne Portraitfotografie ihren Weg gebahnt, so wird sie gewiss dem Menschen eine Bereicherung bedeuten, die dann nicht mehr zum Luxus im allgemeinen Sinne gerechnet wird, sondern die mit zu dem Lebensnotwendigen zählt, auf das wir nicht verzichten können.“

Kurz nachdem die mittlerweile 36 jährige Fotografin ihren Meisterbrief erhält, heiratet sie Walter Maas und zieht mit ihm nach Berlin. In der Großstadt mit ihren Theatern, Cabarets und Filmstudios ist sie in ihrem Element. Hier findet sie gut zahlende Kunden und kann ihr Talent mit den Portraits von Schauspielern, Opernsängern und Künstlern voll ausschöpfen. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten ein paar Jahre später ändert sich das Leben des Ehepaares jedoch entscheidend. Ihr Mann erhält, aufgrund der so genannten „Mischehe“ mit einer Jüdin, kaum noch Arbeit. Eine staatliche Stelle ist ausgeschlossen und so eröffnen sie, in ihrer Wohnung in der Pariser Straße, ein gemeinsames Fotostudio.

Berufsverbot unter den Nazis

Die Auftragslage für das kleine Unternehmen ist alles andere als gut. Die Restriktionen und der Druck, den die Nazis auf das öffentliche und berufliche Leben Deutschlands ausüben, erzielen immer größere Wirkung. Viele Schauspieler, die vorher einen Großteil ihrer Kundschaft ausmachten, ziehen sich nun von Martha Maas zurück. Ab Mitte der 1930er Jahre bekommt die Portraitfotografin schließlich kaum noch zahlende Kundschaft vor die Kamera - was bleibt sind Haustiere. Notgedrungen, aber mit der gleichen bewundernswerten Professionalität und Genauigkeit, mit der sie zuvor Schauspieler ins Bild gesetzt hat, nimmt sie fortan Rassekatzen und Hunde auf. Trotz des schwierigen Umfeldes schaffen es die Eheleute ihr Fotostudio wirtschaftlich am Leben zu halten. Das „Aus“ für die Fotografin kommt erst durch Berufsverbot. Ausgerechnet zu Weihnachten 1938 erhält Martha Maas eine Postkarte von der Handwerkskammer Berlin, in der sie Laut der „Verordnung zur Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben“ aufgefordert wird, ihre Zulassung zurück zu geben. Marthas berufliche Existenz ist zerstört.

Aber es sollte noch schlimmer kommen. Durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges 1939, wird die Ausreise des Ehepaares nach Australien verhindert. Walter, der als „…wehrunwürdig wegen nichtarischer Versippung !“ eingestuft wird, arbeitet nun in einem Rüstungsbetrieb und auch Martha wird zur Zwangsarbeit verpflichtet, bei der sie unter anderen Wehrmachtsuniformen reparieren muss. Zynischerweise ist ausgerechnet das ihr Glück. Bei einer „Mischehenaktion“ wird sie von der SS verhaftet und muss mehrere ungewisse Tage im Sammellager in der Berliner Rosenstraße verbringen. Da sie in einem kriegswichtigen Bereich arbeitet, wird wieder entlassen. Ihre Mutter hat jedoch weniger Glück. Sie wird 1943 nach Theresienstadt verschleppt und sollte nicht mehr zurückkehren.

In memoriam: Photos für Menschen

Nach dem Krieg gerieten Arbeit und Leben der jüdischen Fotografin in Vergessenheit. Martha Maas hat nie wieder als Fotografin gearbeitet. Die gesundheitlichen Folgen, die körperlichen und seelischen Spuren, welche die Naziherrschaft und der darauffolgende jahrelange Kampf um die Anerkennung als Opfer des Nationalsozialismus hinterlassen haben, waren zu tief. Sie zog mit ihrem Mann in die Schweiz, wo sie 1970 starb. Ein großer Teil des Nachlasses der Fotografin Martha Maas ist nach dem Tod ihres Ehemannes, zehn Jahre später, verloren gegangen. Vieles wurde weggeworfen. Einige Stücke, hauptsächlich Fotos ihres Neffen David Ettlinger, befinden sich heute im Holocaust Memorial Museum in Washington. Andere Dokumente, vor allem über Walter Maas, lagern im Archiv der Akademie der Künste in Berlin. Der Rest der Fotos, Papiere und Dokumente passte in zwei Umzugskartons.

Erst der Zufall und das Engagement Stefan Maria Rothers, brachten sie 70 Jahre später wieder zurück an die Öffentlichkeit. Rother war sofort vom Schicksal der Fotografin beeindruckt, nicht zuletzt, weil er bei seinen Recherchen auf Gemeinsamkeiten stieß. „Was uns verbindet ist, dass wir beide Fotografen sind, und wir sind beide Dienstleister im besten Sinne. Wir machen Fotos für Menschen, damit sie sie nutzen können. Die Nähe, die ich zu ihr spüre, kommt aber auch durch die gemeinsame Liebe zur Fotografie.“ Tatsächlich sind Einfühlungsvermögen, Detailgenauigkeit und perfektes Handwerk Eigenschaften, die beide Fotografen miteinander verbinden und die auch Martha Maas nie ablegen konnte. Ihre Portraitfotos sind perfekt beleuchtet und wirken trotzdem nicht gestellt - beinahe natürlich. Auch die Bilder von Katzen und Hunden sind aufwändig ausgearbeitet und selbst noch auf ihren späten Privatfotos finden sich handschriftliche Randbemerkungen zu fototechnischen Details. Martha Maas schrieb einmal: „Der Beruf des Fotografen erfordert einen ganzen Menschen. […] Es ist ferner Bedingung, dass er ein gebildeter und psychologisch fein empfindender Mensch ist. […] Er muss die Fähigkeit haben, sich schnell in das Wesen und zwar in das Charakteristische des Wesens seines Modells einzufühlen.“

Nun kann man das Leben der Martha Maas auch in einer kleinen Ausstellung entdecken. 14 Schaukästen mit Originalpapieren, Fotos, Zeitungsausschnitten und Texten hat Stefan Maria Rother aus dem persönlichen Nachlass der Fotografin zusammengestellt, um sie der Öffentlichkeit zu zeigen. Ab Ende 2009 waren die Stücke bereits in einer Ausstellung im Berliner Lette Verein zu sehen, jener Ort an dem Martha Maas einst ihre Fotoausbildung absolvierte. Im Sommer 2010 wird die Ausstellung im Zollverein Essen gezeigt.

Photos: Dank an Stefan Maria Rother

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