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6. Berlin Biennale PDF Drucken

Was draußen wartet

Die 6. Berlin Biennale sucht Anschluß an die Wirklichkeit und ihre großen berühmten Schwestern

Berlin, Juni2010. Gemeinsam sind wir stark! Das suggerieren die politischen Macher der Berlin Biennale 2010. Berlin und die Kunst – ein unschlagbares Paar! Weder Krise noch Spar-Rotstift der Bundesregierung können diesem wertvollsten aller zurzeit existierenden Daseinsformen der Stadt etwas anhaben. Die Biennale wurde einst als Gegenspielerin zu den erstarkenden Galerien in der Stadt und den schwächelnden Institutionen gegründet.

Mit "Parkbänke" irritiert Ron Tran einheimische Kreuzberger und Besucher gleichermassen durch eine minimale Verschiebung

von Irmgard Berner

Voll, lebendig, reich, kreativ und unkonventionell soll der Standort auch weiter pulsieren. Dem kann man getrost Glauben schenken, wenn man Kulturstaatsminister Neumann und Hortensia Völkers von der Kulturstiftung des Bundes bei der Eröffnung sich rühmen hört, dass die Berlin Biennale und darüber hinaus Finanzierungen für die Kunst in naher Zukunft gesichert sind.

Der Österreicher Hans Schabus zeigt „Die Wohnung ist unverletzlich”

Zukunft ist relativ in diesen volatilen Zeiten, aber freuen wir uns erstmal auf das, "was draußen wartet". Denn so lautet der Titel der diesjährigen Schau, die sich auf vier Orte in der Stadt, vornehmlich in Kreuzberg und am Gründungsstandort "KunstWerke" in Mitte, verteilt. Zusammengestellt hat die diesjährige Biennale die österreichische Kuratorin Katrin Rhomberg, und sie verspricht damit Wirklichkeiten, die draußen lauern, von Künstlern aufgegriffen, umgekrempelt, als Außenintervention installiert oder wieder nach innen in den Kunstraum geholt. Das ist nichts Neues. Künstler arbeiten seit je mit den sie umgebenden Realitäten, reagieren auf und transformieren sie. Und das nun wieder hippe Kreuzberg als Ausführungsort neu zu entdecken, war zwar keine Kunst, aber höchste Zeit.

Das kann man Katrin Rhomberg denn auch hoch anrechnen, dass sie am Oranienplatz das leerstehende, ehemalige Kaufhaus an der Ecke auf allen Etagen bespielt. Die entkernten Räume mit ihrem sagenhaften Blick auf Platz und in die Ferne sind schon die halbe Schau. Am besten man beginne ganz oben, auf dem Dachboden. Durchs abgestaubte Dachgestühl mit seinen schrägen Balken und lichten Luken klingt höchst beglückend Leonhard Cohens "Halleluja". Vom Song angesogen, zieht es den Besucher in die hintere Ecke des schräghohen Raumes zu einer lose im Raum hängenden Leinwand, auf der im Karaoke-Stil eine türkische Frau mit Kopftuch und pathetischem Händeausbreiten den Refrain darbietet. Die Videoarbeit "I Can Sing" des türkischen Künstlers Özgür Ferhat ist eine wunderbare Inszenierung zwischen Lobpreis und Anklage.

Im ersten Stock hat Markus Geiger den Kommunenteppich ausgerollt, dunkelrot mit schwarzen Großlettern, abgewetzt als läge er seit Auflösung der "Kommune 1" hier. Überhaupt mutet das Kaufhaus an wie ein ehemaliges Teppich- und Textilgroßhandelslager, immer wieder breiten sich Stücke mit gemusterten oder einfarbigen Bodenbelägen über den rohen Estrich, schichten sich zu eigenen Bildern und Kompositionen: Hans Schabus' Bodeninstallation "Die Wohnung ist unverletzlich" zieht die Aufmerksamkeit immer wieder von den anderen Kunstwerken im Raum auf sich, befördert eine Migration des Blicks.

Die Auswahl der dreiundvierzig Künstler offenbart auch einen Wunsch: das dringliche Thema unserer Zeit, die Migration, als roten Faden durch die Kunst, die Straßen, die Museen bis in die Wohnungen zu führen. Ein Beispiel dafür ist der Künstler Petrit Halilaj; er wurde 1986 in Skenderaj im heutigen Kosovo geboren und lebt und arbeitet in Runik, Bozzolo und Berlin. Mit seiner Installation stellt dieser jüngste Biennale-Teilnehmer ein Schlüsselwerk in der Haupthalle der Kunst-Werke, dem Ausgangspunkt aller Berlin-Biennalen in der Auguststraße, vor. Die Betonverschalung seines nahe Pristina wieder aufgebauten Elternhauses rekonstruiert er und durchstößt sogar die Außenwand des Hauses. In den aseptischen White Cube dringt plötzlich der Geruch des Holzes, der Gestank frei herumlaufender Hühner. Nicht brutal, sondern poetisch bricht hier die Wirklichkeit eines im Krieg zerstörten Landes ein. Aus der Haltung des Genießers, die Kathrin Rhomberg beim westeuropäischen Publikum beklagt, scheucht auch Halilaj, der Flucht und Wiederkehr in seinen Werken verarbeitet, den Besucher nicht heraus.

Film und Fotografie, das sind die wichtigsten Medien dieser Biennale. Malerei findet nicht statt, Zeichnungen vornehmlich in Gestalt der großformatigen Blätter von Sven-Ake Johansson, der in kindlicher Manier Hubschrauber zeigt, denen alle Bedrohlichkeit fremd ist. So kommt es, dass die Skulptur eine große Rolle spielt als Kontrapunkt zu den vielen dokumentarischen und halbdokumentarischen Kamerabildern.

6. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst
11.6.–8.8.2010

 

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