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Attacke auf die Kunst

Die Kunst als Feindbild, Berlin erlebt es gerade in Kreuzberg

14. Juni 2010. Gentrifizierung werfen die linksradikalen Randalierer den Machern der 6. Berlin Biennale vor und schmeissen ihnen Drohnungen vor die Füsse, zerstören Kunsträume und attackieren im Bethanien-Haus erstmals Kunsteinrichtungen.

photo: BLZ, Gerd Engelsmann

Neues Feindbild KREUZBERG -  Sie wenden sich gegen eine angebliche Aufwertung des Bezirks. Die Attackierten bitten zum Gespräch.

Von Karin Schmidl, Ingeborg Ruthe in der Berliner Zeitung

BERLIN. Zwischen weißen Ganzkörperanzügen und Handschuhen, inmitten von Sprühdosen und Werkzeugen, neben einem Berg aus Eierkuchen und halb leergerauchten Zigarettenschachteln liegt ein Heft. "Was tun, wenn's brennt?"lautet der Titel der Broschüre. Sie verspricht Verhaltensregeln für den Fall einer Festnahme oder polizeilicher Übergriffe. Das Heft liegt im Raum 316 des Bethanien in Kreuzberg. Zwei Tage nach der versuchten Besetzung des Künstlerhauses sah es dort gestern so aus, als wären die Randalierer gerade abgezogen. Polizisten inspizieren die verwüsteten Räume und untersuchen Flaschen, aus denen Stoffzipfel ragten. "Keine Molotow-Cocktails", so ihr Urteil.

35 Jahre lang war die Künstlerhaus Bethanien GmbH, eine international renommierte Einrichtung, Mieter im Nordflügel. Künstler aus aller Welt konnten dort in 20 Ateliers arbeiten. Das Kunstinstitut zieht jetzt aus, weil man sich mit den Bezirkspolitikern nicht über die künftige Ausrichtung des Hauses einigen konnte. Im Flur hängt noch das Werk eines Franzosen, der eine Deutschlandfahne gemalt und daneben die Frage "Was hast Du seelisch eingesetzt?" geschrieben hat. Die Einbrecher haben "Deutschland verrecke!" darüber gesprüht.

Dass Kunst, die bislang stets als progressiv galt, plötzlich angegriffen wird, irritiert viele im Haus. Offenbar haben die Linken sie als neues Feindbild entdeckt. Christoph Tannert, dem Chef des Künstlerhauses, jedenfalls wird in linken Internetforen vorgeworfen, ein "elitärer Knecht des Kapitals" zu sein. Tannert ist nicht das einzige Opfer. Betroffen sind auch die Verantwortlichen der Berlin Biennale, die gerade wenige Straße weiter stattfindet: Die österreichische Kuratorin Kathrin Rhomberg und die Direktorin des veranstaltenden Institutes Kunst-Werke, Gabriele Horn. Kreuzbergweit werden sie mit steckbriefartigen Plakaten als "Gentrifiziererinnen" stigmatisiert. Zugleich wird anonym mit Anschlägen auf die Biennale gedroht.

Nicht die Kunst als solche ist also das Feindbild der Hausbesetzerszene, sondern der Kunstbetrieb und seine Protagonisten. Ihnen gelten die wüsten Attacken vom Wochenende, die nun ins ganze Stadtgebiet hineinwirken. Diese verschlagene Aktion richtet sich offensichtlich gegen das Magnetische der jungen Kunst, gegen das vermeintlich Etablierte, nun also auch in Kreuzberg, weitab vom unangefochtenen Kunstzentrum Mitte. Nun aber hat diese 6. Berlin Biennale der Gegenwartskunst Kreuzberg erwählt. Am Biennale-Ort, dem lange leerstehenden Gründerzeit-Kaufhaus am Oranienplatz, ist seit Donnerstag Andrang: Kunstfreunde, Sammler, Galeristen, Museumsleute aus aller Welt kommen, um die Werke von 46 Künstlern zu sehen.

Kathrin Rhomberg und Gabriele Horn nehmen die Steckbrief-Attacke sportlich und fordern ihre Kritiker zum Gespräch auf: "Diskutieren ist allemal besser als attackieren", sagten sie der Berliner Zeitung. Da ihre Mobilnummern und Mail-Adressen ja nun auf Plakaten im ganzen Stadtteil zu lesen seien, könnten die Kritiker sich melden und man werde sich verabreden. Gern zu einer großen Podiumsdiskussion, schlägt Rhomberg vor.

In einem Offenen Brief betonen beide Frauen, auf der Biennale verschränkten sich die politischen Inhalte der Werke mit den jeweiligen gesellschaftlichen Eigenheiten des Umfeldes - mit gesellschaftlichen Veränderungen wie Gentrifizierung, kommunalen Sparplänen und Prekarisierung. "Unser Ansinnen ist aber auch", heißt es, "das Gebäude am Oranienplatz, das fast ein Jahrzehnt lang leer stand, der Kreuzberger Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen. Der sensible Umgang mit dem Haus, die Ausstellungseinbauten aus rohen, oft recycelten Materialien sind Beispiel für einen anderen Umgang mit Kunst in einem leerstehenden Gebäude."

Die Kunst im alten Kreuzberger Kaufhaus übrigens ist alles andere als etabliert, die Installationen und Videos sind sozialkritisch, kapitalismuskritisch, ökologisch und dokumentarisch im Bezug auf unsere Welt. Es ist keine Messe, keine Verkaufsausstellung, es ist eine Schau von Kunst, die mit ihren Mitteln Verantwortung übernehmen will für die Welt. Die Biennale indes wird von ihren Gegnern zur Gefahr erklärt, weil sie die Gegend aufwerte - als kämen mit ihr und gleich nach ihr die Immobilienhaie, die Chi-Chi-Läden, die Mietteuerungswellen.

Christoph Tannert vom Künstlerhaus Bethanien, das andere Opfer der Attacke, will sich nicht mehr öffentlich äußern, nachdem ihn Politiker beschuldigten, mit seiner Kritik an den Besetzern Übergriffe zu provozieren. Seine Künstler, die noch im Bethanien arbeiten, haben jetzt Angst. Eine norwegische Zeichnerin hat um einen schnellen Umzug an den neuen Ort an der Kohlfurter Straße gebeten. Sie fühlt sich nicht mehr sicher im Bethanien.

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