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Jochen Mühlenbrink PDF Drucken

Die Stunde des Malers

Jochen Mühlenbrinks starke malerische Position

Berlin, Juni 2010. Mühlenbrinks Bilder sind Momentaufnahmen vor allem davon, was im Moment des malerischen Prozesses, des momentanen Gestus entsteht, aus dem Pinselstrich heraus oder aus dem, was der Zufall an Farbe auf der Leinwand hinter- und stehen lässt.

von Irmgard Berner

Mühlenbrinksche Augentäuschung: "Notre Dame", 2010, Öl auf Leinwand

Der Feuerball rast durch das Bild, rot-orange lodernd bricht er sich Bahn durch den mit dunklen Säulen dicht gefüllten Raum. In der Bildmitte bricht er flammend auf. Auf der Schneise, die er sich brennt, liegen Gleise. Wo sie hinführen, erfährt man nicht. Die Katastrophe, die durch diese Bahnhofskathedrale fährt, hinterlässt keine Verwüstung. Stoisch stehen die Säulen, still bleibt der dunkle Raum. „Notre Dame“ nennt der junge Maler Jochen Mühlenbrink das dramatische, dreiteilige Großformat in Öl, das durch seine Wucht und gleichwohl andächtige Stille beeindruckt. Denn seine Drastik liegt zwar in der simulierten Aktion, der explosiven Fahrt in die Vernichtung, wie der erste Blick zeigt, das Besondere aber in der Weise, wie es gemalt ist.

Unter Schichten

Die Säulen mit lockerem Pinselstrich als Senkrechte gezogen, die Farbe aus „Malerei-Schmutz“ gemischt. „Gekotztes Blut“ nennt Mühlenbrink den Saft, aus dem er die tief dunkel rotbraunen Schäfte, die in Spitzbogengewölben enden und auch Baumstämme in einem endlos tiefen Wald sein könnten, über den Feuerhorizont gemalt hat. Das Konkrete verschwindet in Mühlenbrinks Malerei unter Schichten, die er mit unspektakulären Eingriffen wie Linien, kleinen Klecksen, pastosen Klümpchen neu verortet und so Plätze und Situationen aus unserer Alltagsumgebung schafft. Die Katastrophe liegt dabei unter der Oberfläche, blitzt durch oder bricht sich Bahn mit Feuerknall. Lässt ein kleines Viereck stehen, simuliert einen Kiosk oder Lastwagen, reduziert, abstrahiert.

Jochen Mühlenbrink: "Ohne Titel Malerkoffer", Öl auf Leinwand, 2010

Mit dieser starken malerischen Position vertritt die Galerie Frisch einen jungen Künstler, dessen Ansatz mit Spannung lockt. Geboren 1980 in Freiburg im Breisgau, studierte Jochen Mühlenbrink an der Kunstakademie Düsseldorf und war Meisterschüler von Markus Lüpertz.

In kleinen Photoübermalungen lässt er Kioske unter einer dicken Schneehaube halb verschwinden, „Marl“ heißt eine dieser Miniaturen, das halbe Wort für Marlboro auf dem Kioskschild.

Eine Augentäuschung, ein „Trompe-l’oeuil“ - es fordert die produktive Phantasie des Betrachters, obwohl ihm ein konkretes Motiv vorgesetzt wird. So rast auf einem weiteren Großformat ein ICE durch den Wald. Sein weißer, lang gestreckter Corpus mit dem roten Strich durchquert die Bäume, die Horizontale wird durchschnitten von den dunklen Vertikalen. Das Bild funktioniert wie das Koordinatensystem in unseren Köpfen. Mühlenbrinks Bilder sind Momentaufnahmen vor allem davon, was im Moment des malerischen Prozesses, des momentanen Gestus entsteht, aus dem Pinselstrich heraus oder aus dem, was der Zufall an Farbe auf der Leinwand hinter- und stehen lässt.

Transformationen

Die subjektiven Eindrücke, die während des Malens entstehen, reflektiert er, greift sie auf, transformiert sie in eine scheinbar reale Welt, indem er sie in einen räumlichen oder architektonischen Kontext setzt: Staubpartikel, die im Licht schweben, namen- und gesichtslose Abfallspuren, Schmutzlicht. „Lichtbrechreiz“ nennt er ein Gemälde, auf dem aus einer architektonisch konkret gemalten Deckenöffnung Licht in den dunklen undefinierten Raum bricht. „Raum malen, ohne den Raum zu malen“, sagt Mühlenbrink. Gestisch spontan gesetzt und kontrolliert geschichtet.

So spielt er auch in der Schneelandschaft „Land unter“ mit der Fassade einer befriedeten Winterrealität, täuscht sie vor. Ein Simulacrum. Die Schneedecke ist nur die weiße Farb-Schicht über dem, was darunter schon gemalt ist. Darin kann das Unglück verborgen liegen, das Unglück auch des Malers, das er beim Malen erlebt.

Täuschungen

Das Unglück, das Mühlenbrink mit Weiß wie Schnee, Grau wie Asphalt oder Braun wie Schmutz übermalt. Und wobei er immer wieder Stellen freilässt, eckige Ausschnitte wie zugeschneite Hütten im tiefen Schnee aussehen lässt, Ovale wie Pfützen auf einem weiten Parkplatz, pastose Kleckse wie Abfall nach einem Openairkonzert. Denn Jochen Mühlenbrink täuscht nicht nur den Betrachter, sondern auch sich selbst. Er malt, bis „das Bild kippt“, bis „die Schichten springen“. „Mal Heur“ lautet der Titel der Ausstellung, was so viel wie Unglück bedeutet, aber auch „Mal-Stunde“ und sogar „Malerglück“. Das Kippende des Malens beim Malen zwischen Glück und Missgeschick, Gelingen und Scheitern – in der Stunde des Malers.

Galerie Frisch, Halle am Wasser, Invalidenstrasse 50-51. Bis 31. Juli

Öffnungszeiten
Di - Fr 14 - 18 Uhr
Sa 12 - 18 Uhr

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