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Territorien und Mutter Economy

"Comes with the Territory" und die israelische Künstlerin Maya Zack mit "Mother Economy"

Territorien - im israelischen Alltag sind das die besetzten Gebiete, die Checkpoints und Siedlungen. Was diese für Künstler bedeuten können, wie diese ihr Terrain abstecken, zeigt die Galerie Charim Ungar. Zudem geht eine Frau auf Spurensuche im eigenen Haus aus Papier. Eine Schau, die zum Nachdenken anregt.

Joshua Neustein "Territorial Imperative", 1977 (B&W print on synthetic fabric, 158 x 225 cm). Courtesy the artist/Charim Ungar Contemporary, Berlin

von Irmgard Berner

Berlin, November 2010. Der Schäferhund steht im Schnee, hebt sein Bein und pinkelt an den Pfosten. Das ist nichts Ungewöhnliches, die Natur hat es so vorgesehen: Der Hund setzt seine Duftmarke und markiert damit sein Revier. Ungewöhnlich ist wohl eher, dass das großformatige Schwarzweißfoto mit dem Tier, auf Kunststofffolie gedruckt, von einem der wenigen Negative stammt, das der israelische Künstler Joshua Neustein während seiner Aktion „Territorial Imperativ“ 1977 aufnahm. Es war Teil einer Langzeigaktion und Performance, die der Künstler von 1976 bis ’78 auf den Golan-Höhen, in dem dänisch-deutschen Grenzdorf Krusa, im nordirischen Belfast und an der Dokumenta in Kassel durchführte. Immer hatte er einen Hund dabei, und wo der urinierte, markierte Neustein die Stelle und damit das Gebiet. Was der Künstler hier aus der Abgrenzung einer neutralen biologischen Grenze übernahm und transformierte, hat er bereits in früheren Aktionen anhand territorialer Vertreibung und Militarismus im eigenen Land thematisiert. Joshua Neustein gilt als Pionier der Konzept- und Environment-Kunst in Israel.

Dieses zu fahnengleichem Banner aufgeblasene Schäferhund-Bild des territorialen Imperativs steckt nun gleichsam das Terrain in der Galerie Charim Ungar ab. An der Stirnseite des Schauraumes dominiert seine Aura quasi grenzüberschreitend den Platz. In der Gruppenausstellung „Comes with the Territories“ ist es in seinem Ausmaß fast anmaßend überbordend im Vergleich zu den kleineren Formaten der gezeigten Foto- und Video-Werke, auf die ein konzentrierter Blick lohnt. Den Titel der Schau leitet die junge Kuratorin Tamar Margalit von der Redensart „kommt mit dem Territorium“ her, der in der Umgangssprache ihres Landes ganz konkrete Konnotationen hat: die besetzten Gebiete in der Westbank und im Gazastreifen, die Siedlungen, die trennende Mauer, die Checkpoints und kontrollierenden Soldaten. Mit sechs israelischen Künstlerbeiträgen beleuchtet sie das Thema weniger von tagesaktueller als vielmehr von universeller Seite her.

So gelingt dem palästinensischen Künstler Raafat Hattab in der Vier-Minuten-Videoarbeit „Untitled“ von 2009 eine sehr sinnliche und empfindsame Betrachtung über persönliche Verortung. Man sieht die Hände eines Mannes, die durch die Blätter und reifen Früchte eines Olivenbaumes streichen, sanft, fast liebevoll, in Großaufnahme. Dann sieht man den Mann, der immer wieder einen Eimer mit Wasser füllt und den Baum gießt. Die Szene könnte irgendwo in einem der Olivenhaine spielen, die bis vor kurzem die Lebensgrundlage der palästinensischen Bevölkerung bildeten. Dazu spielt im Hintergrund arabische Musik und suggeriert einen folkloristischen Reiz, der auf die „stereotype angeborene Nähe des arabischen Mannes“ zu seinem Land anspielt. Der Refrain des Liedes „ich verlasse diesen Ort“ verbildlicht sich schließlich ganz überraschend, mit bittersüßem Nachgeschmack: Während die Kamera sich langsam zurückzieht, deckt sie den Ort des Geschehens auf. Es ist der Rabin Square mitten im pulsierenden Stadtkern von Tel Aviv. Eingegrenzt im kahlen Betonboden steht der Olivenbaum wie ein Kunstprodukt auf dem nach dem ermordeten Premier Yitzak Rabin benannten Platz.

Raafat Hattab "Untitled", 2009; Video, 4 min.

Über den Tod hinaus steckt Nira Pereg mit ihrer Fotoserie „Kept Alive“ symbolisch das Terrain für das Leben danach ab. Die Inschrift „Reserviert für die noch Lebenden“ auf zwei noch zu Lebzeiten bestellten Gräbern und Grabplatten weist auf den Aberglauben hin, dass diese ein langes Leben gewährleisten. Als letzte Ruhestätte ist der Jerusalemer Friedhof „Mountain of Rest“ besonders begehrt. Eine Ausstellung, die zum Nachdenken anregt.

Roi Vaspi-Yanai "Untitled", 2005 (C-print, 30x45 cm) Project supervised by Zivya Kay, Bezalel Academy of Art and Design, Jerusalem

Rotem Balva Rear Reverse Parking, 2006 Video, 3:50 min. Edition von 3

Gaston Zvi Ickowicz, From the series Settlements, 2004 (Lamda print 120x120 cm)

Alle Photos: Courtesy the artist/ Charim Ungar Contemporary, Berlin

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