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Alexander Ochs Berlin Beijing PDF Drucken

Chinarot

Galerie Ochs zieht von Berlin Mitte nach Kreuzberg und zeigt den jungen Chinesen Zhao Zhao

Berlin, März 2011. Raum für Großformate, das war Alexander Ochs' größter Wunsch. Den hat er sich nun in Kreuzberg erfüllt, in jenem gesichtslosen Flachdachbau im Markgrafen-, Bessel-, Charlottenstraße-Karree. Das Gebäude gehört inzwischen zum festen Bestand des neuen Berliner Galerien-Distrikts. Und Ochs will hier weiter "sehr forciert mit chinesischen Künstlern arbeiten - und die machen sehr große Formate", sagt er.

von Irmgard Berner

Wie zur Bestätigung lächeln zur Eröffnung die riesigen Gemälde des jungen Zhao Zhao farbenfroh geheimnisvoll von den hohen, weißen Wänden herab. Noch etwas verhalten in seiner Freude strahlt Alexander Ochs dann auch, und sein Blick schwenkt durch die Halle hin zum langgezogenen Eingangsbereich, Richtung Fensterfront, hinaus zur Rasenfläche. Fast kann man von hier aus hinüber zum Jüdischen Museum sehen.

Umzug und Umbau waren ein Kraftakt, die Strapazen sind dem risikofreudigen Galeristen noch anzumerken. Nun blättern sie aber doch nach und nach von ihm ab, fast so wie der neu-alte Putz in den einsam gewordenen Galeriehöfen in Mitte, aus denen er ausgezogen ist und deren Enge er mit diesen großzügigen Räumen endgültig hinter sich gelassen hat.

Vor 14 Jahren, als Alexander Ochs die damals noch Unbekannten aus China in der Sophienstraße einem breiten Publikum bekannt machte, pulsierte das Galerienleben in Mitte in höchster Dichte. Die Situation hat sich verändert, die Lage verteuert. Heute konkurrieren dort nur noch Schuhläden. Mehr Platz für weniger Geld zu bekommen, war mit ein Grund, wegzugehen. Hinzu kommt, dass - im Unterschied zur Potsdamer Straße, wo sich immer mehr Galerien ansiedeln - "wir hier im Gallery District eine stärkere Homogenität an Qualität haben", meint Ochs überzeugt. Mit Galerien wie Konrad Fischer, Nordenhake oder Carlier Gebauer umgibt ihn kollegiale Gesellschaft, die über ganz bestimmte Traditionen verfügt, "über die wir nicht verfügen."

In jedem Fall wird sein Programm mit dem Schwerpunkt auf chinesische Gegenwartskunst, aber auch auf junge israelische Künstler, die Gegend überaus bereichern. Neben den faktischen spielen zudem emotionale Gründe eine Rolle. Denn direkt nebenan, im Jüdischen Museum, befindet sich die Skulptur "Unten". Der israelische Bildhauer Micha Ullman ist ein Künstler der Galerie. Einer, der sich der Erde, der Stille, dem Erinnern verschrieben hat (siehe nebenstehenden Beitrag). "Diese Nachbarschaft ist doch die Beste", freut sich Ochs.

Am wenigsten sei er einem Hype gefolgt, betont der umtriebige 55-Jährige, "sonst hätte ich nie eine Galerie für Chinesen eröffnet". 1997 als Außenseiter gestartet, hat sich sein Galeristen-Gespür als hochsensibel und treffsicher erwiesen. Das zeigt sich auch an dem jungen Chinesen Zhao Zhao, mit dem er in die neue Ära startet. Empfohlen hat den 28-Jährigen Maler und Konzeptkünstler kein Geringerer als Ai Weiwei, der zuletzt noch in den Sophie-Gips-Höfen ausgestellt hat. Ochs: "Ich kam in Peking zu Zhao Zhao ins Studio, habe diese Bilder gesehen und gesagt: Komm wir machen das!"

Es hat sich als richtig erwiesen. Wenn auch riskant, denn die Sammler erwarten eine "brand", eine Marke, wofür die meist seriell arbeitenden Chinesen bekannt sind. Zhao Zhao widerspricht dem, er fordert die Konzentration auf das einzelne Bild. So wie die dunkelhäutige Halbnackte in Bodybuilderpose, die in der großen Halle von der pinkgestreiften Leinwand grinst. "Danke, lieber Schwager" steht in roten chinesischen Schriftzeichen am unteren Rand. Das Gemälde ist die Antwort auf das Bild eines Malerkollegen zum Thema Fremdbegehren.

Kritisch durchleuchtend, ironisch überhöhend und im weitesten Sinne politisch ist die vielseitige Kunst Zhao Zhaos. Das Leben in China verlange einem sehr viel ab, sagt der gebürtige Uigure; er sei wie zersplittert, deshalb agiere er in verschiedenen Medien. Und er legt sich mit der Polizei an. So geht der Titel der Schau "Walking Naked" auf eine virtuell gebliebene Aktion zurück, in der Zhao Zhao nackt für die Rechte seiner Landsleute in der Hauptstadt Ürümqi demonstrieren wollte. Die Polizei hat die Performance verboten. Nicht verhindern konnte sie, dass der Maler vor der Verbotenen Stadt selbst in Polizeiuniform auftrat. Die Fotoserie "2008.08.08" ist der Beleg dafür.

Mit den neuen Räumen reagiert Alexander Ochs, der auch in Peking eine Dependance und ein Artist-in-residence-Programm betreibt, auf die Veränderungen in der chinesischen Kunst. Aber auch mehr Service und bessere Vermittlung für Publikum und Sammler ergänzen das Programm: erweiterte Öffnungszeiten, ein 200 Quadratmeter-Schaulager im Keller, ein Salon für kleine, spontane Ausstellungen, vor allem für Gespräche, die "am Markt wieder mehr gefordert sind".

Es ist also tatsächlich eine Zäsur - neuer Platz, neuer Künstler, neue Energie. Die Abkehr von der längst verblühenden Mitte ist auch eine von jeglicher Schwärmerei für Industriearchitektur. Kein Rohr, kein blanker Beton, kein Fabrikfenster, wie es die alte Gewerbeanlage eigentlich vorgibt. Stattdessen offenbaren die Galerieräume einen asiatisch inspirierten White Space in fugenlosem Weiß, der geschliffene Boden schimmert in dezenten Grautönen. Am Entree empfängt einen dunkles Eichenparkett, breite Stufen, eine Theke in elegantem Chinarot führen in die Ausstellung. Der Raum entfaltet sofort seinen Sog für die Kunst.

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