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Jüdisches Museum Berlin - Heimat PDF Drucken
Geschrieben von: Irmgard Berner   

Fremdsein in der Heimat

Das Jüdische Museum Berlin betreibt zum 10-jährigen Jubiläum "Heimatkunde" und erforscht mit Werken von 30 Künstlern die nationale Identität

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Von Irmgard Berner

„Between the Lines“, zwischen den Linien, nannte Daniel Libeskind seinen Entwurf des Jüdischen Museums in Berlin. Denn für ihn handle es sich um zwei Strömungen des Denkens, der Organisation und Beziehungen: Die eine Linie sei gerade, aber in viele Fragmente zersplittert, die andere winde sich, setze sich jedoch unendlich fort.

Die Resonanz des Libeskind-Baus ist nachhaltig, und sie kommt nicht von ungefähr. Libeskind, Sohn von Holocaust-Überlebenden, ist es gelungen, der deutsch-jüdischen Geschichte eine erstaunlich beredte Form zu verleihen. Mit Leerräumen und Übergängen, mit den drei Achsen der deutsch-jüdischen Erfahrung und einem verwirrenden Garten des Exils schuf er nicht nur ein Bauwerk zum Holocaust, sondern macht auch die Kontinuität und Hoffnung auf ein Miteinander sicht- und fassbar.

Nun feiert das Jüdische Museum in seiner markanten Architektur 10jähriges Bestehen. Anlass genug für eine umfangreiche Ausstellung. In „Heimatkunde. 30 Künstler blicken auf Deutschland“ geht das Museum Fragen nach einer kollektiven nationalen Identität nach. Eine Bestandsaufnahme, die der heiklen Suche nach einer nationalen Identität mit Bildern, Filmen, Installationen begegnet.

Singende Germanen, demonstrierende Naturschützer, ein Bläserensemble und tanzende Mountainbiker unter Tannen, schließlich ein einsamer Wolf, der auf Rotkäppchens Rufen nicht hört und im Dickicht verschwindet? All das gehört zum Assoziationsfeld nationale Identität, ist Teil des großen Mythos „Deutscher Wald“.

Julian Rosefeldt wendet sich deutschen Wald- und Brauchtumsmythen in einer 4-Kanal-Filminstallation zu. All diese Figuren treten als Protagonisten in Julian Rosefeldts Filminstallation „Meine Heimat ist ein düsteres wolkenverhangenes Land“ auf. Der Titel ist ein Lessing-Zitat, nicht vom Aufklärer Gotthold Ephraim Lessing, sondern von dem deutsch-jüdischen Philosophen und Publizisten Theodor Lessing, der 1933 von nationalsozialistischen Attentätern im tschechoslowakischen Exil erschossen wurde.

Dazu fegt rechts auf der vierteiligen Projektion ein Hausmeister unentwegt ein Felsplateau im Elbsandsteingebirge – oh, deutsche Sauberkeit! –, während links eine männliche Rückenfigur mit einer Nebelmaschine unermüdlich Dampf über die Wälder bläst. Ein zeitgenössischer Wiedergänger von Caspar David Friedrichs „Wanderer über dem Wolkenmeer“ – ach, Seele der Romantik!

Die Künstler loten Aspekte nationaler Mythen und ihrer Brechung, Sprache, Religion und Erfahrungen der Migration aus. Als was sich Bürger der Bundesrepublik Deutschland und Menschen aus anderen Ländern sehen, die hier leben: ob russischer, türkischer oder anderer Herkunft, ob west- oder ostdeutsch geprägt, ob religiös oder nicht. Die Fragen stellen sich die Künstler entlang der Koordinaten des vertrauten Selbstbildes, die sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der DDR zu verschieben begannen - lange also, bevor Deutschland anfing, sich zähneknirschend als Einwanderungsland zu definieren. Videointerviews und Filme der Populärkultur, in denen sich die Debatten der letzten zehn Jahre spiegeln, greifen das Thema auf dokumentarischer Ebene auf.

Denn auch die 30 Künstler leben zwischen den Linien, das verbindet sie. Sie sind unterschiedlicher Herkunft, leben in Deutschland oder haben hier gelebt. Mit Auftragsarbeiten thematisieren etwa Arnold Dreyblatt, Via Lewandowsky oder Durs Grünbein, Anny und Sibel Öztürk in Raum-Installationen, Videoarbeiten, Fotoserien und Gemälden zentrale Aspekte ihrer Wahrnehmung. Für die israelische Künstlerin Maya Zack werden fiktive „Living Rooms“ zu Gefäßen des kollektiven Gedächtnisses und der Familien-Erinnerung. Sie rekonstruiert Wohnzimmer nach Erzählungen der einstigen Bewohner und gestaltet sie als große 3DBilder.

Von religiösen Identitäten handeln das Textilobjekt „Dirndlmoschee“ der bosnischen Künstlerin Azra Akšamija und die Aufnahmen jüdischen Lebens des in Berlin lebenden israelischen Künstlers Benyamin Reich. Mit seinen Erfahrungen des Fremdseins und der Migration setzt sich der im Iran geborene Künstler Maziar Moradi auseinander: Junge Menschen, die gezwungen sind, ihr Land zu verlassen und sich eine neue Identität schaffen müssen, macht er zu Akteuren seiner Fotoserie „Ich werde deutsch“

Jüdisches Museum Berlin, Lindenstrasse 9-14, 10969 Berlin
Tel: +49 (0)30 259 93 300.

Bis 29. Januar 2012

Öffnungszeiten - Montag: 10-22 Uhr, Dienstag-Sonntag: 10-20 Uhr
Letzter Einlass für Besucher ist dienstags bis sonntags 19 Uhr, montags 21 Uhr.
Bitte räumen Sie bei Ihrem Besuch in unserem Museum genügend Zeit für die Sicherheitskontrollen am Eingang ein.

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