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Skulpturen: Walter Pichler, Wien PDF Drucken

Kleiner Rumpf und Schwebender Stab

Der Bildhauer, Zeichner und Architekt Walter Pichler zählt zur österreichischen Avantgarde der frühen 1960er Jahre. Nun ist dem MAK in Wien eine Seltenheit gelungen: seine Skulpturen auszustellen.

Wien, Dezember 2011. Walter Pichler entzieht sich seit jeher den Moden des Kunstbetriebs. Und nur selten schickt er seine Skulpturen auf Reisen. Am liebsten lässt er sie daheim in seinem erweiterten Atelier im südburgenländischen St. Martin, wo er ihnen bereits 1972 einen Schauplatz erbaute. In dem alten Gehöft hat jede von ihnen ihren individuellen Raum. Und dort manifestiert sich auch Pichlers Hang zum Gesamtkunstwerk. Denn der 75-jährige Künstler ist nicht nur ein Grenzgänger zwischen Skulptur, Architektur und Zeichnung. Sondern im Laufe der letzten vierzig Jahre hat er dort eine Art Tempelanlage mit formreichen Baukörpern geschaffen.

von Irmgard Berner

Skulpturen sind für ihn Räume mit den Maßen des menschlichen Körpers. Ob als Fragment oder Gesamtkomposition, mit Kleidung oder als abstrahiert-geometrischer Körper, stehend, sitzend oder liegend, seine Arbeiten kreisen immer um die menschliche Figur. Oft arbeitet er viele Jahre an einer Plastik, lässt sein Werk reifen. Konsequent entzieht Pichler sich der rasanten Dynamik aktueller Kunstproduktion.

Nun hat Walter Pichler fünfzehn seiner skulpturalen Werke aus vier Jahrzehnten doch auf die Reise geschickt, ins MAK im nicht so fernen Wien. Eine seltene Gelegenheit also, sich außerhalb der ländlichen Schauanlage mit seinen wesentlichen Werkgruppen auseinanderzusetzen. Das MAK widmet mit „Skulpturen Modelle Zeichnungen“ einem der großen Zeitgenossen die letzte Ausstellung in der Reihe „Künstler im Fokus“.

Ausgangspunkt von Pichlers Arbeiten ist immer die Zeichnung, durch die er gemeinsam mit Skulptur und Architektur ein erzählendes Netzwerk gesponnen hat. Pichler formuliert darin seine Ideen, reflektiert und begleitet seine plastischen Arbeiten mit detailgenauen, axonometrischen oder atmosphärischen oft auch farbigen Skizzen und Studien. Ab dem Ende der 1950er Jahre entwickelt er Denkmodelle als skulpturale Objekte, die er wie utopische Raumarchitekturen konstruiert. Seine Environments spiegeln im Grenzbereich von Skulptur und Design immer auch gesellschaftliche Szenarien wider. Damals zählte Pichler zur österreichischen Avantgarde. Unvergessen bleibt vielen die legendäre Ausstellung in der Galerie nächst St. Stephan mit Hans Hollein, Oswald Oberhuber und Bruno Gironcoli im Jahr 1963, für die er das programmatische Manifest „Architektur“ verfasste.

In einem dichten Szenario stellt das MAK nun essentielle Arbeiten wie die beiden Torsi „Rumpf“ von 1982 und „Kleiner Rumpf“ von 1993 gegenüber. Mit den architektonischen Körperhüllen und skulpturalen Rüstungen wie der „Beweglichen Figur im Organzakleid“ von 1982 – seine erste menschliche Proportionen imitierende Ganzfigur – werden sie in symmetrischen Präsentationsfeldern durch Modelle und Zeichnungen ergänzt. Als Zeichen einer Freundschaft bezeichnete Walter Pichler die Skulptur „Zusammengesetzte Figur (Kopf von Dieter Roth)“ 1999. Hier wie auch in der Werkgruppe der „Skulpturenbetten“ von 1971-2011, die mit ihren Bleivertiefungen den Raum für die Extremitäten vorgeben und eine klaustrophobische Atmosphäre erzeugen, erschließt sich das Moment auto-biografischer, oft psychologisierender Referenz, das generell in Pichlers Werk einfließt. Zudem zeichnen große handwerkliche Qualität, Genauigkeit und die Materialkombination scheinbar unvereinbarer Werkstoffe wie Metall, Plastik, Blei, Zinn, Lehm oder Holz seine Skulpturen aus. Sein Atelier in St. Martin bietet dem Grenz- und Einzelgänger auch in dieser Hinsicht viel Spielraum.

Anfang und zugleich Ende der Ausstellung bildet das Skulpturenensemble „Schwebender Stab“ von 1997 und „Drei Stäbe“ von 1998. Sie verweisen auf ein aktuell geplantes Architekturprojekt, eine in die Landschaft integrierte, unterirdisch angelegte Kunstkammer.

MAK Österreichisches Museum für angewandte Kunst /Gegenwartskunst

Bis 26.02.2012

Stubenring 5, 1010 Wien, Österreich Tel. (+43-1) 711 36-0 Fax (+43-1) 713 10 26 Hotline (+43-1) 712 80 00 Führungen, MAK NITE©, Veranstaltungen: (+43-1) 711 36-248 E-Mail [ Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ] E-Mail Kontakte [MAK Intern]

 

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