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Buch: Royston Maldoom - Choreograph PDF Drucken

„Tanz um dein Leben“ – die Autobiografie des Choreografen Royston Maldoom

Jeder kann tanzen lernen – und dadurch sein Leben ändern. So lautet das Credo des Choreografen Royston Maldoom.

von Irmgard Berner

August 2010. Seit Jahren reist Royston Maldoom um die Welt, um Jugendlichen das Tanzen beizubringen. Er ist der Pionier des „Community Dance“, einer Tanzbewegung, die auch in Deutschland boomt. Der Glaube an die transformierende Kraft des Tanzes und die Überzeugung, dass in jedem Menschen großes Potenzial steckt, bilden die Philosophie des britischen Choreografen. Sie speist sich aus jahrelanger Erfahrung und hat sich in der Praxis auch bewährt. Seine Methoden, mit Laien gleich welcher Herkunft eine große Tanzaufführung zu erarbeiten, sind aber nicht unumstritten.

Man müsse sich nur anstrengen. Diesen Eindruck vermittelt Maldoom bei den Proben in dem Film Rhythm is it!, in dem er mit den Berliner Philharmonikern und Gruppen junger Berliner auftritt. „Tanzen kann dein Leben ändern“, trichtert der knorrige Choreograf darin unsicheren Jugendlichen ein. Und setzt über Körperarbeit Emotionen frei, die sich auch im finalen Erfolg des Tanzprojektes Le Sacre du Printemps von Igor Strawinsky niederschlagen: Wie Feuerwerkskörper rasen, schwirren und springen die jungen Menschen über die weite Bühne. 250 Jugendliche aus verschiedensten sozialen Kreisen modelliert Maldoom zu einer großen Choreografie. Eine bewegte Masse, die sich verdichtet, aufbäumt und hinwirft, immer weiter getrieben vom mitreißenden Rhythmus der Musik. Aus schüchternen Kindern formt Maldoom selbstbewusst agierende Darsteller. Das suggeriert der Film.

Lehr- und Wanderjahre

Ohne Disziplin ist solch ein Mammutprojekt nicht möglich. Rhythm is it! hat seit 2004 eine mediale Flächenzündung ausgelöst und seitdem den Tanz in Deutschland ins pädagogische, soziale und kulturelle Blickfeld gerückt. Und er machte Maldoom einem breiten Publikum bekannt. Dem Education-Projekt der Berliner Philharmoniker räumt er in seinem Buch „Tanz um dein Leben“ allerdings wenig Platz ein. Das liegt wohl daran, dass er zuvor schon jahrzehntelang Erfahrung gesammelt hat in der kreativen Arbeit mit Kindern, älteren oder ausgegrenzten Menschen.

Begonnen hat alles in Schottland. Dort arbeitete Royston Maldoom mit Laientänzern, baute ein überregionales Netzwerk für Tanzgruppen auf und wurde zum Initiator der Community Dance Bewegung. In seiner Autobiografie, die er mit der Berliner Choreografin und Autorin Jacalyn Carley geschrieben hat, schildert der eigenwillige, 1943 in London geborene Brite seine Lehr- und Wanderjahre. Die wichtigsten Projekte führten ihn nach Südafrika, Peru, Nordirland, zu den Straßenkindern in Äthiopien und nach Deutschland. Der Zufall habe ihm immer wieder neue Aufgaben angeschwemmt. Aber genauso erzählt er von Wutausbrüchen und Proben, die „ein Albtraum“ waren: „Die Jungs schienen ihre Frustration nur durch Beleidigungen und körperliche Gewalt ausdrücken zu können.“

Grenzen des Miteinander überwinden

Ein Lob für Sozialarbeit ist das Buch nicht. Denn Maldoom sieht seine Arbeit als Kunst, sich selbst als Künstler. Mit Kategorien will er sich nicht abgeben. Das verdeutlicht er in den theoretischen Reflexionen, die er in seine Lebenserzählung einflicht. Leidenschaftliche Manifeste dafür, dass die Kraft des Tanzes, der Körperarbeit, des Sich-gegenseitig-Berührens die Grenzen des Miteinander überwinden hilft. Das Potenzial im Einzelnen erkenne er „durch Erfahrung“.

Denn er selbst hat sich das Tanzen hart erarbeitet. Seine Herkunft aus der Arbeiterklasse mit Hang zur Landwirtschaft und sein leicht untersetzter Körperbau sind nicht förderlich für eine Tanzkarriere. Zum Schlüsselerlebnis wird ihm, als er den Tänzer Rudolf Nurejew im Kino erlebt. Ab da trainiert er erst recht. Macht Ballettübungen zwischen kleinen Mädchen aus gutem Hause. Überzeugt Lehrerinnen mit Willen, Eifer, Disziplin. Plötzlich hat sein Leben einen Sinn. Vorher, schreibt Maldoom, hätten ihn Freunde als verloren bezeichnet, weil er ohne Richtung und Ziel durch die Jahre trieb.

Mit über 20 beginnt er in London die Ausbildung zum Profitänzer, vor allem bei jüdischen Emigranten, die vor den Nationalsozialisten fliehen mussten, wie der Ausdruckstänzerin Hilde Holger. Jahrzehnte später bringt er dieses Gut zurück nach Deutschland. Es war „der physische und emotionale Expressionismus“, der sich für seine Arbeit mit jungen Laientänzern gut anwenden ließ. „Ich bin hier in Deutschland letztendlich, weil man hier meine Arbeit besser versteht als in England und anderen Ländern.“ Heute lebt er in Berlin.

Methoden, Strenge, Emotionen

Kampf, Niederlage und eigenes Scheitern, Maldoom fühlt sich prädestiniert, diese mit anderen zu teilen – und zu überwinden. Kritik nimmt er in Kauf. Er weiß um seinen Ruf, streng zu sein. Immer wieder trifft er bei der Arbeit auf Pädagogen, die sich schützend vor ihre Zöglinge stellen. Trotzdem springen die wenigsten ab. Tanz bildet – dazu müsse man seinen Körper kennen lernen und trainieren. Das braucht aber Zeit. Und die fehlt oft in seinen Projekten, um auf jeden Einzelnen einzugehen. Er stülpt seine Methoden über, in der Masse bleiben Erfolge oft kurzfristig, die Probleme einzelner Jugendlicher nicht nachhaltig beachtet. Dass für manche das überwältigende Feuerwerk der Gefühle ein kurzes Strohfeuer bleibt, nimmt er ebenso in Kauf. „Ich bin weder Psychiater noch ein ausgebildeter Berater“, schreibt der 67-Jährige am Ende des Buches. Der Tanz allein muss also den Kraftfunken zünden.

Roystons Autobiographie, die er zusammen mit Jacelyn Carley verfasst hat, ist im März 2010 im Fischer Verlag erschienen.

Royston Maldoom

Tanz um dein Leben

Meine Arbeit, meine Geschichte

In Zus.-Arb. m. Jacalyn Carley. Übersetzung: Lachmann, Nora P.

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