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Kunst-Werke Berlin One on One PDF Drucken

Einsam mit der Kunst

Jeremy Shaw, One on One. kunst-werkeIntime Kunstschau „One on one“: Die Kunst-Werke in der Auguststrasse konfrontieren den Betrachter eins zu eins mit der Kunst

Januar 2013. An den Knäufen der weißen Türen hängen schwarze Schilder, sie suggerieren: Nicht eintreten, Bitte nicht stören. Man kennt das und steht Schlange - für die Kunst, und nicht wegen der durchzuschleusenden Menschenmassen wie in Mega-Museumsschauen sondern weil das Werk an sich hinter der jeweiligen Tür verschlossen ist. Es ist ganz exklusiv und existiert nur für den ungestörten Betrachter. Einfach Hingehen und kurz konsumieren funktioniert hier gar nicht, unvermutet Staunenwollen jedoch sehr wohl.

von Irmgard Berner

„One on One“ titelt diese Ausstellung in den Kunst-Werken für eine entschleunigte Kunst-Betrachtung, zumeist in Einzelkabinen, im Eins zu Eins mit der Kunst, so ganz allein, ohne Aufsichtspersonal und ohne Überwachungskameras.

Blinky Palerma, One on One. kunst-werkeWas aber passiert, wenn man dann ungestört und unbeobachtet, unkontrolliert in einem der Räume dem Kunstwerk faktisch ausgeliefert ist, kann man sogleich in der großen Halle im Erdgeschoss erfahren. Dort verlaufen beim Betreten die Spuren des einsamen Kunstbetrachters im Sand - vorausgesetzt man hat das kleine, dem Begleitheft beigefügte schwarze Schild außen an den Türknauf gehängt. Im Sand, den der polnische Künstler Robert Kusmirowski rund um einen saftig grünen Hügel geschüttet hat. Abgeschottet von der Welt da draußen versinken die Schritte in der verheißungsvollen Landschaft. Der Hügel lädt zur Besteigung ein, idyllisch - und erschreckend trügerisch. Seine Rückseite ist zerfetzt, ein klaffend Loch, ein Massengrab, Körper, Leichen, ein Blick, ein Schock. Den Kunstwanderer treibt es mit rieselndem Schauder ganz schnell zurück zum Ausgang, gegen den Widerstand des eben noch als sanft empfundenen Sands.

Robert Kusmirowski, Lichtung. One on One. kunst-werkeDie „Lichtung“ von Kusmirowski ist eine der radikalsten Gesten in dieser Ausstellung, für die Kuratorin Susanne Pfeffer in drei der vier KW-Etagen weiße begehbare Schauboxen, White Cubes im Miniformat, hat bauen lassen. Die verschieden großen, schmalen oder weiten Kabinette sind von je einem Künstler mit überraschendem und oft ironischem Inhalt gefüllt, mit einem Werk aufgeladen, das allein auf einen Betrachter gerichtet ist. Nur das dunkle Dachgeschoss, das „zu teilen absurd wäre“, so Pfeffer, hat die Amerikanerin Trisha Donnelly für eines ihrer obskuren Objekte allein: ein gebrochenes Fenster, das Rätsel über diesen Ort aufgibt, ihn ephemer und zeichenhaft aber zugleich definiert.

17 Künstler besiedeln die Ausstellungsflächen, darunter Altmeister wie Blinky Palermo oder Performance-Künstlerin Yoko Ono, die per weißem, frei stehendem Fernsprechapparat - ein Telefon von 1971 - direkt aus dem fernen Amerika in die Ausstellungshalle anruft. Glücklich darf sich schätzen, wer gerade daneben steht, den Hörer abhebt und sodann ihre Stimme vernehmen kann. Was hier erlaubt ist, nämlich das Kunstobjekt anzufassen, ist in Hans-Peter Feldmanns Raumbox untersagt: Verlockend steht eine volle Schachtel Süßes, Milky-Way-Riegel, auf einem Sockel bereit, gern möchte man, hungrig vom Warten und so ganz unbeobachtet, zugreifen. Doch besser man übt sich in Gehorsam und folgt dem goldnen Schild darunter: „Nein“.

Günter K., One on One, kunst-werkeKunst ist zwar immer individuell erfahrbar, hier wirft sie den einzelnen aber ganz auf sich zurück. So auch die zwei Klavierspieler, die die junge Annika Kahrs in eine Box hineininszeniert hat. Sie hören auf zu spielen, sobald man, angelockt von der Musik, ihr Zimmer betritt. „Wir können nicht weiterspielen, solange Sie hier drin sind“, sagen sie. Betreten steht man, stört und ist beschämt, schleicht aus dem Zimmer und flieht vor dieser ungewohnten Konfrontation mit dem Kunstwerk in die nächste Etage, in ein unbesetztes Kabinett. Hier erwartet ein gemütlich weicher, dunkler Flokatiteppich die Besucherin, dazu warmschummriges Licht und ein Elektrokamin-Bildschirm: Nina Beiers Animation „Potato Potato“. Frisch in Kontemplation versunken ob der virtuellen Kartoffel, reißt plötzlich die Tür auf und ein Besucher platzt in das wohlige Alleinsein. „Das schwarze Schild?“ fragt der verstörte Irrläufer, „Oh“. Das kurze Zwiegespräch erlöst von der Ver-Störung. Auch das passiert, in der Einsamkeit der Kunstbetrachtung.

Alicia Kahrs, Pianoplayers. One on One. kunst-werkeverlängert bis: 17. Februar 2013

Kunst-Werke, Auguststrasse 69, Mitte. Di-So 12-19 Uhr, do 12-21 Uhr


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