nurart.org


MAGAZIN
RUBRIKEN
FORUM
SEARCH
Neueste Beiträge
CB Login
JoomlaStats Activation
Venice Biennale 2013 PDF Drucken

Building la Biennale

Eine architektonische Erkundung der 55. Kunst-Biennale in Venedig

Goldener Löwe für den Pavillon von Angola, der Künstler Edson Chagas; c-iberner 2013Goldener Löwe für den Pavillon von Angola, Palazzo Cini; c-ibernerAngola Pavillon - Auflösung der Architektur durch Kunst zum Mitnehmen; c-iberner 2013

von Irmgard Berner

Venedig, 1. Juni 2013. Einen Encyclopädischen Palast und Außenseiter-Kunst hat Massimiliano Gioni, Kurator der diesjährigen Biennale, in die Giardini und das Arsenale der Lagunenstadt gebaut und als einen Wundergarten für Entdeckungen ausgebreitet. Die Wanderung durch die Länderpavillons eröffnet einen vielschichtigen Umgang mit den Architekturen: Gastlich-anarchistisches Georgien baut eine "Kamikaze-Loggia", schwimmendes Portugal fährt auf einem alten Passagierschiff, ummauertes Dänemark zieht in eine mystisch-surreale Film-Innenwelt, die irisierende Leere Koreas leuchtet von außen nach innen, Frankreich macht aus dem deutschen Pavillon eine hinreißende Klangkathedrale, lustiges Mitmach-Britannien begeistert auch ernste Erwachsene, melancholisch trompetendes Island begleitet durch die Wasserarkaden der Arsenale, Cash-klimperndes Russland lässt Goldmünzen vom Himmel rieseln und gibt den Männern Schuld an den Krisen dieser Welt und belegt dies durch den Mythos der Danae. Metaphysisches Holland presst das Denken überdimensional zwischen Buchdeckel, der Trümmerberg Spanien läßt keine Fragen mehr offen, Multikulti-Deutschland zeigt im französischen Pavillon vier interessante Künstler und in dem umwerfenden Spätrenaissance-Palazzo Cini hat Angola eine konsumkritische, Weltenineinander verstrickende Architektur, die den Konsumrausch der Besucher anheizt, gesetzt und damit den Goldenen Löwen als bester Pavillon gewonnen. "Encyclopedic City", der Künstler Edson Chagas, Curators: Beyond Entropy (Paula Nascimento, Stefano Rabolli Pansera), Jorge Gumbe. Ort: Palazzo Cini, Dorsoduro 864.

Sara Lukas Pop-Skulpturen im Wassergarten des Palazzo Encyclopedico; c-iberner 2013 Outsider-Art

"Kamikaze-Loggia" heißt der Georgische Beitrag auf der Biennale. Das Holzblockhaus ist ein Anbau, eine parasitäre Erweiterung eines alten Gebäudes auf dem Arsenalegelände. Diese informelle Struktur und Architektur ist charakteristisch für Tiblis, die georgische Hauptstadt. Entworfen und gebaut hat es der Künstler Gio Sumbadze, der die Typologie dieser architektonischen Zusätze erforscht. Diese ortstypischen Anbauten an modernistische Gebäude gibt es seit den 1990er Jahren, sie sind die organische Antwort auf die neue "gesetzlose" Zeit nach dem Zerfall der Sowiet-Union. Sie vergrößern den Wohnraum, sind Terrassen, Extrazimmer, offene Kühlschränke, oder - wie in Sumbydzes Fall - ein Künstlerstudio.

Kamikaze Loggia - Pvaillon von Georgien; c-iberner 2013Angeblich hat ein russischer Journalist sie "Kamikaze" genannt und zog damit eine Parallele zwischen der romantischen und selbstmörderischen Unternehmung und der typischen Endung der meisten georgischen Familiennamen "-adze". Darüber hinaus bezieht sich diiese Architektur auf die lokale palimpsesthafte Bautechnik, die seit dem Mittelalter üblich ist und es erlaubt, auf bestehende Häuser neue darauf zu bauen auf den steilen Berghängen des Kaukasus, ohne die Vergangenheit zu monumentalisieren sondern sie für die Zukunft zu erweitern.

engl. version The Pavilion of Georgia at la Biennale di Venezia is a parasitic extension to an old building in the Arsenale. This informal structure called a “kamikaze loggia”—characteristic of Tbilisi—will be designed by the artist Gio Sumbadze, who is a researcher of the typology of these architectural additions. Vernacular extensions of modernist buildings have been created since the 1990s as an organic response to the new, “lawless” times after the fall of the Soviet Union. They increase the living space and are usually used as terraces, extra rooms, open refrigerators, or—as in Sumbadze’s case— an artist studio. It is said that a Russian journalist named them “kamikaze”, drawing a parallel between the romantic and suicidal  character of such an endeavour and the typical ending of most Georgian family names “-adze”. This architecture also refers back to the local palimpsestic building technique, which since the Middle Ages has allowed new houses to be built on top of existing ones on the steep slopes of the Caucasus Mountains thus not monumentalising the past but expanding on it for the future.Sarah Sze´s Intervention am USA-Pavillon; c-iberner 2013

и он позволил бы себе что-нибудь, "Бхагавадгита: Беседы Бога с Арджуной"я ускакала бы "Немецкий язык. 8 класс: Учебник для общеобразовательных учреждений"от него и вернулась бы к своим "Самая полезная книга влияния Луны на человека с календарем на 90 лет"друзьям.

Черт его знает как это случилось, "История веры и религиозных идей: От Гаутамы Будды до триумфа христианства"но бравый солдат Швейк, вместо того чтобы идти на юг, "Такое разное будущее. Астронавты. Магелланово облако. Рукопись, найденная в ванне"к Будейовицам, шел прямехонько "Спящая"на запад.

Я слыхал, что там не слишком-то жирно кормят.

Ну, наконец-то меня "Мысли, творящие здоровье почек и мочевыделительных органов"пришли сменять.

Взгляд его сказал "Асканио"мне, что он принес деньги.

Удар этот тем более "Бессмертие"жесток и болезнен, что преступление "Энциклопедия для детей. Том 13. Страны. Народы. Цивилизации"лишило жизни не только представителя исполнительной власти государства, но также его верную и горячо любимую супругу.

 


ART
KÜNSTLER
KALENDER
Beliebte Beiträge
ABOUT US
Kontakt
Mission Statement
About us
nurart.org RUBRIKEN Reviews Venice Biennale 2013


© 2010 nurart.org