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Mysteriös, unbekannt, erotisch

Halim Al Karim, Seclusion in Pigalle. 185 x 125 Lambda Print. c-abgalleryMit diesen Attributen verspricht die AB Gallery im Schweizerischen Luzern intime Geheimnisse zu lüften.

"Across Borders" ist der Leitgedanke für die Ausstellung mit Trovaillen internationaler Künstler: ein erotischer Dialog in künstlerischen Arbeiten aus Europa, Middle East und Asien, von Hedwig Brouckaert aus Belgien, der Japanerin Hideki Iinuma, Monika Jurkiewicz aus Polen oder dem Iraker Halim Al Karim. Die Fundstücke sind eigentlich Lagerstücke und schlummerten bis zur Eröffnung im Bilder-Depot der AB Gallery.

Aber auch Isolation und Einsamkeit werden thematisiert, etwa in den Fotoarbeiten des irakischen Künstlers Halim Al Karim.

von Irmgard Berner

Secrets of the Store

Hedwig Brouckaert, Elle Magazin-Figur, Detail 2007. c-abgallery

"Elle" lautet der schlichte Titel einer Zeichnung der belgischen Künstlerin Hedwig Brouckaert aus ihrer Serie "Magazine Drawings". Unzählige schwarzweisse Linien überziehen das Papier und verdichten so sehr, dass sie nur im Zentrum zwei Beine aus dem Gewirr herausragen lassen. An den Füssen trägt Elle Stöckelschuhe, zwei verschiedene, und damit überlässt die Künstlerin dem Betrachter alle weitere Deutung. Brouckaert konstatiert in ihren Bildern eine "rohe Kraft, eine Art primitiver Energie."

Kühle Schönheit

Hideki Iinuma, Ingelmo 2008. Camphor painted. c-abgallery

Die Galerie erklärt dazu: Brouckaerts Zeichnung sind die  Holzskulpturen  der "Nudes" Serie des japanischen Bildhauers Hideki Iinuma (*1975, Nagano) gegenübergestellt. Iinumas Frauen sind rätselhaft wie die Sphinx, trotz ihrer Blösse sind keinerlei Gefühlsregungen erkennbar. Sie sind schön, distanziert und geben nichts von sich preis, dennoch zeigen sie (fast) alles. Iinuma, der als der japanische Balkenhol gilt, bedient sich in seinen Skulpturen der traditionellen japanischen Holzschnitttechnik aus dem 10. Jahrhundert, bekannt als ichiboku‐zukuri, in der die Skulptur komplett aus einem Stück Holz geschnitzt wird.

Die kühle Schönheit von Iinumas Frauenskulpturen wird von den warmen grossformatigen Papierarbeiten der polnischen Künstlerin Monika Jurkiewicz (*1971, Lodz) unterbrochen. Die Zeichnungen zeigen ineinander verschlungene Körper oder Körperfragmente, die Innigkeit, Geborgenheit und versteckte Sehnsüchte ausdrücken. Jurkiewicz ergründet in ihren Arbeiten nicht nur die menschliche Existenz, sondern beschäftigt sich mit dem Thema Natur, der Dualität des Lebens, des Entstehens und Vergehens. Womit fängt das Leben an? Mit der Begegnung zweier Körper.

Zeugnis intimer Momente

Die Fotografien aus der „Seclusion“ Serie des irakischen Künstlers Halim Al Karim (*1963, Nafjat) ergänzen die Ausstellung um die Themen Isolation und Einsamkeit. Die Bilder sind verschwommen, das Motiv ist nur bei genauem Hinsehen erkennbar. Die Szenen sind mysteriös, ihr Ausgang ungewiss. Der Betrachter wird Zeuge intimer Momente, die er nicht deuten kann. Vielleicht sind es Erinnerungen, vielleicht geheime Wünsche, die der Künstler hier vorführt. AL Karims Kunst basiert auf der Verarbeitung seiner prägenden Erlebnisse während des ersten Golfkrieges. Als Gegner des Saddam Regimes verweigerte er den Militärdienst und musste sich drei Jahre lang in der Wüste in einem Erdloch verstecken. Nur dank der Hilfe einer Beduinin konnte er überleben. Seine Erinnerungen und die extreme psychische Belastung spiegeln sich in seinen Werken.

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag: 14.00 – 18.00 Uhr
Samstag: 11.00 – 16.00 Uhr und nach Vereinbarung

Arealstrasse 6, CH-6020 Luzern / Schweiz

 


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