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Der Nahost-Konflikt trifft auch Künstler

Khaled Jarrer, palästinensischer Künstler und Aktivist. (foto:privat)

Khaled Jarrar - bei der Ausreise aus Palästina festgehalten - durfte nun doch ausreisen

Der palästinensische Künstler-Aktivist Khaled Jarrar ist bei der Ausreise aus Palästina festgehalten worden. Seine geplante Teilnahme am "TO THE SQUARE 2" Projekt in Helsinki, an dem Jarrar mit einer großen performativen Intervention im öffentlichen Raum teilnimmt, war somit fraglich. Die Verhandlungen schreiten voran. Jarrar ist in Deutschland vor allem bekannt durch seine Stempel-Aktion während der Berlin Biennale 2012 - als Herausforderung der israelischen Grenzpolitik hatte er einen eigenen Passstempel für den Staat Palästina entworfen.

12. August 2014. Auf dem Weg nach Helsinki, um an dem großen TO THE SQUARE 2 Projekt teilzunehmen und mit den Vorbereitungen dafür zu beginnen, ist der bekannte palästinensische Künstler und Teilnehmer der vorletzen Berlin Biennale jetzt in Ramallah aufgehalten worden. Die Israeli Security Agency (Shin Bet/Shabak) hat ihm verboten, aus Israel auszureisen. In Helsinki will Jarrar 50 uniformierte Personen in einer performativen Aktion durch die Strassen der finnischen Hauptstadt schicken, die schliesslich auf dem bekannten Lasipalatsi-Platz ihren Höhepunkt finden soll.

Vom Tahir zum Taxim, von Occupy Wall Street bis zum Blockupy Frankfurt: Die hoffnungsvolle neue Generation von Rebellen, die es seit etwa 2011 gibt, ist inzwischen unterdrückt, marginalisiert und vertrieben worden aus dem städtischen Raum. Den Esprit und die Klugheit von Künstlern, Aktivisten und Theoretikern dieser "Plätze" auf internationaler Ebene zusammenzubringen - das ist das Anliegen des Re-Aligned Projektes "TO THE SQUARE 2", das damit die Frage nach der Bedeutung des öffentlichen Raums für die Artikulaton des Politischen wie für die Kunst des Protestes neu stellt

22.-31. August 2014, www.perpetualmobile.org / www.checkpointhelsinki.fi

Checkpoint Helsinki (foto:checkpointhelsinki)„Was auch immer passiert,“ sagen die Kuratoren des Projektes, Ivor Stodolsky and Marita Muukkonen von Perpetuum Mobile, die mit Jarrar in täglichem Kontakt stehen, „mit oder ohne Khaled physisch auf dem Platz – seine Projekte werden ausgeführt.“ Jarrars Arbeit ist Teil des TO THE SQUARE 2 Projektes, das von Checkpoint Helsinki als Teil der Helsinki Festwochen realisiert wird. Das Projekt beginnt am 18. August 2014 und findet seinen Höhepunkt am 29. August 2014 mit einer großen Eröffnung auf einem der Hauptplätze Helsinkis, gefolgt von einem Konzert des bekannten Sängers der ägyptischen Revolution, Ramy Essam.

Khaled Jarrer, palästinensischer Künstler und Aktivist (foto: privat)

Bereits im Frühsommer wurde Jarrar an der Grenze zurückgewiesen, nachdem er zur Eröffnung seiner Ausstellung im New Museum in New York reisen wollte. Nach einer langen Wartezeit an der Allenby Bridge, dem Grenzübergang, wurde er darüber in Kenntnis gesetzt, dass er das Land nicht vor dem 1. August verlassen darf, jetzt hiess es, das Verbot würde bis zum 1. September 2014 verlängert. "Wenn man nichts dagegen tut, wird es bald der 1. Januar 2015 sein", so Jarrar selbst. Gemeinsam mit der führenden Israelischen Menschenrechtsanwältin Lea Tsmeal protestiert Khaled Jarrar nun gegen diese Situation. Die beiden Kuratoren des Projektes aktivitieren inzwischen ihr internationales Netzwerk und adressieren die verschiedenen Autoritäten in diesem Fall politischer Repression.

 


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