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Baal, Ausstellung Neuer Berliner Kunstverein PDF Drucken
Geschrieben von: Irmgard Berner   

Der Maler Said Baal

Militär, Stiefel, Uniformen. Der junge libanesische Maler Said Baal setzt sich in großformatigen Ölgemälden mit seinen Erinnerungen an den Bürgerkrieg in Beirut subtil auseinander.

Dim lights

Malerei von Said Baal

BAAL

Mohamad-Said Baalbaki


Ausstellung im Neuer Berliner Kunstverein, Studio

10. November - 23. Dezember 2007
NBKstudio Chausseestraße 128/129, 10115 Berlin
Di - So 14 - 18 Uhr



November. Es ist nass und dunkel. Die Chausseestrasse in Berlins Mitte ist so unwirtlich, wie der Rest der winterfröstelnden Stadt. Aber an diesem Freitagabend scheint einladendes Licht aus dem Studio des Neuen Berliner Kunstvereins, Menschen drängen zur Vernissage des jungen libanesischen Malers Said Baal in den kleinen Raum. Seine großen Gemälde machen neugierig.
Auch in den weiten Ausstellungsräumen nebenan ist Eröffnung, Matthias Reischers römische Skizzen reihen sich wie ein Filmband auf Augenhöhe über die weißen Wände. Der erfolgreiche Künstler ist der Goliath in dieser zufälligen Nachbarschaft zum kleinen David Said Baal. Ein Vergleich drängt sich auf. Und Baal ist die weitaus spannendere Ausstellung gelungen.

Hoch ragt der Rücken in Uniformjacke aus einem Haufen von schweren Stiefeln, Trompeten und Kriegsgerät. Die massive Figur scheint aus der verlorenen Schlacht zu flüchten oder aufzubrechen mit Trompetenruf zu neuen Kämpfen. Der rasche Pinselstrich, die satt aufgetragene Farbe, die weichen Lichter aus gebrochenem Titanweiß versetzen den Torso in wuchtige Bewegung. Das frische Aprikot und Dunkelrosa, die schweren Schatten in bordeau-rot und mauve, durchdringen ihn wie das Verglühen der untergehenden Sonne. "Der Ruf" heißt dieses Ölgemälde und empfängt den Besucher gleich gegenüber dem Eingang. Es gehört zu den "bewegten Uniformen", wie Said Baal es nennt. Es steht im Gegensatz zu den starren Uniformjacken, die der Künstler auf eine Puppe ohne Kopf, schwarz und dunkelgrau, auf zwei übergroße Leinwände gebannt hat. Krieg, Kampf und Kleiderständer. Metaphern, die sich im Werk des im Bürgerkrieg in Beirut aufgewachsenen Künstlers immer wieder finden. Auf Anregung seines Mentors und Lehrers Marwan Kassab-Bachi an der Sommerakademie für Bildende Kunst in Amman ist er 2001 nach Berlin gekommen. An der Universität der Künste begann er sein Studium der Maler und ist seitdem in der Stadt geblieben.

 

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