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Betrifft: Israel PDF Drucken
Das Jüdische Museum Berlin importiert die Ausstellung „Dateline Israel“ aus dem Jüdischen Museum New York und nennt sie:

 Betrifft: Israel

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Januar 2008  Was glänzt im Gelobten Land, wo hallt der Müll, wie existenzbedrohend reibt die Mauer zwischen den Völkern, was wäre ohne sie? Ein Schweigemoment im Verkehrsfluss Tel Avivs als entschleunigtes Bild, der tägliche Gang zur Arbeit voller Qual und Diskriminierung. Zwei Völker, ein Leben im heutigen Israel.


 von Irmgard Berner

Fotos und Videokunst von 20 Künstlern und Fotojournalisten zeigen einen mehr erhellenden als kritischen Blick auf das Land zwischen Mittelmeer und Jordanfluss, Golanhöhen und Gazastreifen.

Widersprüche, Sinnbilder und Spurensuche

Zwillinge, arabische auf dem einen, israelische auf dem daneben. Kinder, Heranwachsende, palästinensische Arbeiter, israelische Soldatinnen. Zypressen und Olivenbäume, Doppelbilder, Leben in Paradoxien, gebannt auf Zelluloid, gezeigt als Fotos und Videos. Dokumentationen als Kunst über den Alltag und dessen Überhöhung im heutigen Israel, die uns betreffen - oder betroffen machen sollen?

"Betrifft: Israel" lautet der Titel der Ausstellung im Jüdischen Museum in Berlin. Wer hier Betroffenheitstheater vermutet, liegt falsch. Betrifft: Israel ist die sinngemäße Übersetzung von "Dateline Israel", dem ursprünglichen Titel der Schau aus New York. Dateline ist nichts anderes als die Datumszeile eines Zeitungsartikels, sie sagt uns wo und wann, hier und jetzt, Zeit und Ort des Ereignisses.

Ist Fotojournalismus Kunst?

Verlässliche Zeugnisse oder nicht? Hier scheiden sich die Geister. Barry Frydlender montiert mit Hilfe des Computers Aufnahmen von arabischen Männern oder orthodoxen Juden zu riesigen, farbigen Panoramabildern. Sein soziologischer Eifer konzentriert sich auf Orte von Zusammenkünften: etwa ein Café, in dem sich ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt hat. Für den Betrachter bleiben sie aber sekundär: faszinierend lebendig bebt, lebt, schwebt, steht die Ansammlung von Menschen, die sich so nie begegnet sind. Absicht und Zufall fließen in der Montage nahtlos ineinander, die Präzision in der Ausführung der Bilder vollzieht ein Täuschungsmanöver höchster Brillanz. Jede Figur, Person hat ihren Platz auf dem Platz, fängt Licht ein, wirft einen Schatten, verbindet sich zu einer Gruppe mit anderen, die ebenfalls nur herumstehen. Das Sein ist der Schein und wirkt doch so real.

Ausweitung der dokumentarischen Zone

Video-Arbeiten: Gespenstisch tauchen in Yael Bartanas Videoarbeit "Trembling Time" Autos aus dem Asphaltgrau einer Schnellstraße auf, tauchen ab und verschwinden wieder. Auf- und Abblenden, Zeitlupe und Beschleunigung. Stillstand am Schweigetag, Gedenken an die Gefallenen und Opfer des Terrors im Verkehrsfluss Tel Avivs - ein eindrücklich bewegt-bewegendes und entschleunigtes Bild.

Wall, 2004, von Catherine Yass: in 30 Minuten Kamerafahrt strapaziert die Mauer des Westjordanlandes den Blick und reibt am Bewusstsein mit ihrer physischen Präsenz in rhythmischer Einheitsstruktur und monotoner Farblosigkeit. Einzig verstreute Graffitis fangen denselben Blick in bunter Irritation. Yassens unerbittlich tastende Kamera bleibt am Beton kleben, die Bedrohung für die Menschen bleibt im Symbolhaften verborgen - das ist ein großes Manko dieser Arbeit.


Die Künstler setzen die zahlreichen Möglichkeiten der Kamerakunst ein. Ein rastloser Strom von Videobildern, Fotos legen Zeugnis ab.

Fotografen, die die Regeln des Fotojournalismus befolgen: Pavel Wolberg (russisch-stämmig), Gillian Laub (in N.Y. geboren, Portraits), Rina Castelnuovo (Pressefotografin, über religiöses Leben; besinnliche Ruhe). Landschaftsfotografien von Sharon Ya'ari (Zypressen), Igael Shemtov (Natur und Industriewüste), Guy Raz (Meer und Wachtürme). Wolfgang Tilmanns und Wim Wenders, die beiden deutschen Künstler, scheinen mit ihrem Blick über dem Boden zu schweben und die Landschaft als körperlose Beobachter abzulichten. Pubertät und Adoleszenz: die Holländerin Rineke Dijkstra fragt, was es heißt, heute Teenager in Israel zu sein und bittet Jugendliche im Abstand von einem Jahr vor die Kamera.

Thema ist Schema

Die Ausstellung ist in Themenräume gepackt und für in Schemen Denkende, will nicht sagen Begriffstutzige, mit Identität, Landschaft, Spurensuche und, ja: Widersprüche übertitelt, in israelisch-blauer Schrift. Leitfaden, der weniger leitet als zwanghaft kategorisiert. Schafft man es, sich davon zu lösen, verbinden sich die Bilder zu einer sensiblen, vielschichtigen Schau durch ein Land, das auf der Suche nach sich selber ist.

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Yaron Leshem (geboren 1972) lebt in New York City
»Village«, 2004 (laminierter digitaler Chromogendruck auf Plexiglas, montiert in einem Leuchtkasten) Leihgabe des Künstlers, New York

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Jüdisches Museum Berlin,
Wann: 14. Dezember 2007 bis 24. Februar 2008
Wo: Altbau 1. OG; Eintritt: 4 Euro, erm. 2 Euro
täglich geöffnet von: 10-20 Uhr, montags 10-22 Uhr.

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