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From Beyrouth with Love

Postkarten aus einer verlorenen Stadt: Filmcollage einer Gesellschaft in der Dauerkrise

Kultur und Politik im Nahen Osten, geprägt vom alltäglichen Krieg und Fanatismus: Kuratorin Catherine David stellt im Haus der Kulturen der Welt ein Programm mit der verbindenden Bezeichnung DI/VISIONS zusammen. Künstler und Filmemacher aus dieser Region kommen mit hierzulande noch unbekannten Dokumentarfilmen zu Wort. von Johannes Bock  Image

January 2008  Verschwommene Bilder von schwer bewaffneten Soldaten, konspirative Autofahrten durch nächtliche, orientalische Straßen, heimlich beobachtete religiöse Fanatiker und offen gezeigte heroinabhängige Jugendliche. „Ca sera beau. From Beyrouth with Love“ – beinahe sarkastisch klingt der Titel des Dokumentarfilms von Wael Noureddine.

Beirut, eine Stadt bekriegt sich selbst. Christen, Juden und Moslems leben auf engem Raum zusammen, westliche Lebensart trifft auf strenge Religiosität. Noureddine fasst sie in eine filmische Postkarte. Er zeigt eine Collage aus Bildern, die uns bekannt vorkommen, und doch ist sein Standpunkt ein anderer. Die plakative Wirkung einer Postkartenidylle weicht schnell dem direkten Blick in die tiefere Wirklichkeit. Bilder eines Beirut von innen. Verlassen wirkende Straßen und Viertel, schmutzige Hinterhöfe und alte, verfallene Häuser künden noch von einem fernen Glanz einer Metropole, die sich auch als das Paris des Nahen Ostens bezeichnete. Aber das ist lange her. Die schöne Stadt am Mittelmeer ist zerbombt. Wie faulige, hohle Zähne ragen die durchlöcherten Hochhaustürme in den immer blauen Himmel. Diese Zeugen einer modernen, weltoffenen Geschäftsstadt haben ihre ursprüngliche Funktion verloren und gegen eine große Leere eingetauscht. Als militärische Beobachtungsposten eignen sie sich hervorragend. Soldaten auf der einen, religiöse Fanatiker auf der anderen Seite scheinen die Straßen zu beherrschen und dazwischen leben die, die man nicht sehen soll.

 Ungeschönter Blick auf einen ausweglosen Alltag

 Wer sich keinem Lager zuordnen lässt, fällt unten durch. In einer Stadt wo eine Dosis Heroin fünf Dollar kostet, ist die Versuchung groß, sich durch Betäubung dem Alltag zu entziehen. Noureddine zeigt das, was im Fernsehen nicht vorkommt. In Großaufnahme spritzen sich Jugendliche Heroin in die zerstochenen Arme. Um zu entspannen fliegen sie davon. Weit weg von den Soldaten und den Fanatikern die sich in einem Akt der Selbstgeißelung die Köpfe blutig schlagen. Weg vom Elend der verkommenen Straßen, der Arbeitslosigkeit und der ständigen Angst vor dem Chaos.

 Wael Noureddine schafft es, die Bilder für sich sprechen zu lassen. Bewusst verzichtet der Regisseur auf Kommentare und Interviews. Auch vermeidet er jegliche assoziative Montage. Seine Aufnahmen sind roh und weitgehend frei von künstlerischem Habitus. Die Bildcollage einer zerrissenen Gesellschaft. Doch der Regisseur blickt nicht mit Verachtung auf seine Protagonisten. Er vermeidet es, besserwisserisch den Finger zu heben und Missstände  von oben herab anzuklagen. Stattdessen wird der Zuschauer in einen Sog von Bildern hineingezogen. Bilder die sich nicht fassen lassen, flüchtig Konkretes zeigen und doch alles sagen. Am Schluss bleibt das Gefühl, einen kurzen Blick in die Büchse der Pandora getan zu haben.

 Programm mit Zwischentönen

 Der 30-minütige libanesische Dokumentarfilm ist Teil des Filmprogramms, das die französische Kuratorin Catherine David zum Thema „Kultur und Politik im Nahen Osten“ zusammengestellt hat. In einem täglich wechselnden Programm werden Arbeiten von libanesischen, iranischen, syrischen und irakischen Filmemachern gezeigt. Inhalt und Qualität sind unterschiedlich. Die Bandbreite erstreckt sich von sehr persönlichen künstlerischen Arbeiten, bis zu maßvoll kritischen Filmen. In einer Gesellschaft die zwischen religiösem Wahn und Machtbesessenheit changiert, ist es schwer, eine unabhängige Meinung offen zur Schau zu stellen. Auf die Zwischentöne kommt es an. Wael Noureddine findet sie und bringt sie auf die Leinwand. Seine Bilder sind hart und unangenehm, aber dennoch voller Sympathie für eine Stadt zwischen den Fronten „…From Beyrouth with Love”.

Радость служить великому лорду вот наивысшая награда для ничтожных "Учет, анализ готовой продукции на примере ЗАО 'Ижма рейндир мит'" демонов, копошащихся в грязи.

Затем ее мурлыканье разбудит сонную долину, и зашелестят листья на деревьях.

Теперь позвольте мне кое о чем напомнить.

А "игровые автоматы калигула" кроме того хороший фехтовальщик и боец.

Минут через пятнадцать я встал из-за стола, взял блокнот и "Учёт продажи продукции (работ, услуг)" карандаш и удалился к себе в комнату строить планы на будущее.

Я уже довольно давно не нарушал мира и хорошо.

 


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