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Film - Israel / �gypten PDF Drucken

Die Band von Nebenan

Der Spielfilm von Eran Koliri streicht am israelisch-arabischen Konflikt melancholisch-humorvoll vorbei

Ein Polizeiorchester aus Ägypten strandet in einer israelischen Kleinstadt am Rande der Wüste und erlebt seltsame Dinge. Ungewollt verbringen sie 24 Stunden bei ihren Gastgebern und stellen fest, dass die Unterschiede zwischen ihnen gar nicht so groß sind. von  Johannes Bock

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Da stehen sie nun: Stolz, männlich, korrekt und feierlich nebeneinander aufgereiht in ihren himmelblauen Gardeuniformen und warten auf den Bus, der sie abholen soll. Die Sonne brennt hell auf die kargen Asphaltpisten. Ringsherum ist nichts als Wüstenlandschaft, Staub und unzählige Straßenlaternen. Es müssen Hunderte sein, ein wahrer Laternenwald ebenso streng aufgereiht und nutzlos umherstehend wie die acht Musiker selbst.

Tewfiq Zakaria, der strenge Orchesterleiter und ein Mann der Tat, ist fest entschlossen, ohne fremde Hilfe sein Ziel zu erreichen. Um ihren Auftritt anlässlich der Eröffnung eines arabischen Kulturzentrums nicht zu verpassen, benutzen die wagemutigen Polizisten aus Alexandria den öffentlichen Bus und stranden prompt im kleinen Ort Petah Tikva. Der besteht aus einer Ansammlung von mehrstöckigen, hässlichen Neubauhaüsern und das war’s. „Gibt kein arabisches Zentrum hier. Keine Kultur, keine israelische Kultur, keine arabische, gar keine Kultur, Scheißgegend“, eröffnet die eloquente Barbesitzerin Dina den eingeschüchterten Fremden, „und der Bus kommt erst am nächsten Tag wieder vorbei.“ Da in Petah Tikva neben dem Fehlen von Kultur auch die Abwesenheit von Hotels festzustellen ist, entscheidet sich die Truppe für eine Übernachtung bei der einheimischen Bevölkerung.

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 Im Meer aus Staub und Laternen

Der darauf folgende Einblick in das beschauliche Leben der Menschen im israelischen Nirgendwo bestimmt die eigentliche Handlung des Films. Langsam kommen sich die ungleichen Parteien näher. Tewfiq, der strenge Chef, und Khaled, der selbstbewusste Frauenheld, kommen bei Dina unter, die sich sogleich um ihre Schützlinge kümmert. Sie führt den zurückhaltenden und korrekten Orchesterleiter durch den abendlich verschlafenen Ort. Dabei kommen sich die beiden näher. Dina, sinnlich und klug, erzählt von ihrem Pech bei den Männern, von ihrer Einsamkeit und den ägyptischen Filmen mit Omar Sharif, die sie als Kind geradezu verschlungen hat. Tewfiq hingegen schwärmt vom Angeln und von Musik. Schnell stellt sich freundschaftliche Vertrautheit ein, in welcher der sonst so gefasste Militärmusiker den Mut findet auch über persönliche Schicksalsschläge zu sprechen.
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Unterdessen versucht Khaled, dem schüchternen Papi beizubringen, wie man mit Mädchen umgeht. Beim gemeinsamen Besuch einer Rollschuhdisco, der Attraktion in Petah Tikva, zeigt er seinem Gastgeber worauf man achten muss, um bei der Auserwählten zu landen. Mit Erfolg! Khaled selbst holt sich bei seinen eigenen Bemühungen eine glatte Abfuhr. Auch die anderen Orchestermitglieder verbringen einen merkwürdigen Abend. Drei von Ihnen sind bei Itzik untergebracht und wohnen einer melancholisch, tristen Geburtstagsfeier bei, die sich trotz gemeinsamen Liedersingens nicht recht entwickeln will. Der Rest der Truppe verbringt einen wortlosen Abend unter dem fahlen Laternenlicht vor Dinas Restaurant. So ist das Leben in Petah Tikva. Am nächsten Tag können die Acht Mann des Polizeiorchesters aus Alexandria weiterfahren und sie verabschieden sich so, wie sie gekommen sind: militärisch korrekt aber mit einem liebevollen Blick auf ihre kleine Rettungsinsel im Meer aus Staub und Laternen.

Bilder aus dem gesellschaftlichen Abseits

Der israelische Regisseur Eran Koliri legte mit „Die Band von Nebenan“ sein Kinodebüt vor und gewann damit auf Anhieb mehrere Preise. Neben dem „Prix Coup du coeur“ des Festivals von Cannes 2007 und dem Publikumspreis beim Münchener Filmfest 2007, erhielt er gleich acht Filmpreise der Israeli Filmacademy und eine Oscarnominierung durch sein Heimatland. Koliri, der zu einer jungen Generation israelischer Filmemacher gehört, die sich mit dem Alltag der Menschen und deren kulturellem Umfeld jenseits der großen politischen Auseinandersetzungen in der Region beschäftigen, zeichnet das melancholische Bild einer Gemeinschaft im Abseits auf. Dabei könnte der unscheinbare Ort Petah Tikva überall auf der Welt liegen. Über das Foto des Panzers aus dem Sechs-Tage Krieg in Dinas Restaurant, hängt einer der Musiker seine Mütze, als wenn nichts gewesen wäre. Die schwierigen politischen Verhältnisse zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn bleiben konsequent ausgeblendet. Dadurch verliert der Film zweifellos an Brisanz und Spannung. Der Regisseur verlässt sich ganz auf das Spiel seiner Darsteller und die Kraft der sparsam aufgebauten Bilder.

Gelungenes Film-Debüt

Sasson Gabai, einer der beliebtesten israelischen Schauspieler, stellt den strengen Orchesterleiter mit Beherrschung und kleinen Gesten dar. Immer höflich und korrekt gekleidet, verlässt er nur selten seine Deckung. Der absolute Gegensatz dazu ist Dina. Ronit Elkabetz spielt sie voller Energie und Durchsetzungskraft. Gleichzeitig gibt sie der Rolle der selbstbewussten Geschäftsfrau auch Momente von Melancholie und Gelassenheit mit, die entfernt an Filme von Aki Kaurismäki erinnern. Das schnörkellose, zurückhaltende Spiel der Darsteller wird durch die einfache Strenge der Bilder noch unterstützt. Geradezu genüsslich kostet Eran Koliri seinen Hang zu melancholischen Stimmungen aus und lässt seine Szenarien in Edward Hopper Manier, mal unter weichem Neonlicht und dann wieder in sonniger, heller Klarheit entstehen. Auch wenn der Film mitunter zu sehr in seiner schwermütigen Stimmung versinkt und sich damit hart am Rande des Kitsches bewegt, schafft Eran Koliri es erstaunlicherweise immer noch, die Kurve zu kriegen. „Die Band von Nebenan“ ist ein kleiner, hervorragend gespielter und gut inszenierter Film. Trotz seines simplen und harmlosen Plots ist er ein gelungenes Debut für Eran Koliri.

 

DIE BAND VON NEBENAN (OT: Bikur hatizmoret / The Band’s Visit) 2007, Israel – Frankreich, 35mm, 1:85, Color, 83 Min, Dolby SRD. Ein Film von ERAN KOLIRIN mit SASSON GABAI, RONIT ELKABETZ, SALEH BAKRI, KHALIFA NATOUR. Verleih - Concorde-Film.

<!--[if !vml]--><!--[endif]-->ImageFotos: Concorde Film Verleih

 

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