Das Gallery Weekend eröffnet mit aktueller zeitgenössischer Kunst überbordend das neue Kunstjahr - von 26. bis 28. April
Spätestens Sonntagabend, wenn der große Themenpark künstlerischer Fantasien seine Pforten schließt, werden Sie erschöpft aber kunstberauscht hinsinken. Dann wird das Gallery Weekend drei Tage, vier Nächte und gefühlte hundert Stunden lang die Kunst, das Sammeln, das Kunsthandeln, Reden, Speisen, Partyfeiern, ja die ganze Stadt bis an ihre Ränder und die Sinne beschwingt, erregt oder verärgert haben.
Die Epizentren dieses Kunstwochenendes liegen in 51 Galerien. Sie zeigen Spannendes, Spektakuläres, Stilles und Elegantes, Kritisches und Konzeptuelles, Abstraktes und natürlich Konkretes, um Besucher aus aller Welt in ihre Räume, Hallen, White Cubes, Hinterhöfe und Fabriketagen, Büros, Garagen und Remisen zu locken. Schließlich ist die Galerie immer noch der Ort, an dem die Kunst tatsächlich gezeigt wird. Im Zeitalter digitaler Bild-Vermittlung kann der Blick auf diese Selbstverständlichkeit schon mal verzerren, obwohl natürlich viel Potenzial darinsteckt, wie auch diese Seite beweist.
Malerei-Neuheiten gibt es von älteren Meistern der Zeitgenössischen Bildkunst: Maria Lassnig (Bild oben), die nimmermüde 94-jährige Österreicherin, hat aus ihrem Atelier Frisches in der Galerie Capitain Petzel. Der Amerikaner Peter Saul (Bild rechs) provoziert mit Zeitkritischem; er ist einer der polarisierendsten Künstler der Nachkriegsmoderne mit großem Einfluss auf die jüngere Künstlergeneration.
Ihr Meisterwerk in der neuen KunstHalle! - So lautete der Open Call der Deutschen Bank für eine 24-Stunden-Ausstellung in ihrer neuen Kunsthalle in Berlin Unter den Linden 13/15:
Das schon mal vorneweg: Macht Kunst, macht Kunst!, die Macht der Kunst, undsoweiter - Kunst zu machen ist das eine, die Kunst und ihre Macht zu zeigen, das andere. Denn ohne gesehen zu werden, verpufft die Kunst im stillen Künstlerkämmerlein. Damit genau das nicht passiert, hat die neue Deutsche Bank KunstHalle ihre Pforten geöffnet, 24 kurze, intensive, von über 6.000 Menschenbesuchte Stunden lang. Dem Kunsthallen-Team ist mit dieser Schau "Macht Kunst" ein absoluter Coup gelungen.
Kuratiert von René Block in Petersburger Hängung gewannen die Werke sogar an Glanz.
Die Autorin hat sich auf den Weg gemacht: Am Freitag, dem 5. April konnte man ab 10 Uhr früh sein Meisterwerk hinbringen, zwei Tage lang. Ausgestellt würde alles, was da komme - Kunstwerke von Künstlern, Profis und Amateuren, Photografen und solchen, die es hauptberuflich gerne wären.
Die Dauer der Ausstellung: Ab 8. April 12 Uhr bis 9. April 12 Uhr.
Die letzten der Hundert Tage Documenta laufen an, und ab.
Dazu gibt es noch ein Mal um Fragen zur künstlerischen Forschung:
Was ist mit „künstlerischer Forschung“ gemeint? Ist Forschung eine eigenständige Disziplin? Oder ist es der Begriff, der dazu verwendet wird, das Wissen zu benennen, das zu Kunst führt? Kann es beides sein? Wie beeinflusst sie Kunstgeschichte und das Schreiben? Wie fordert sie die Handlungsmacht heraus, die wir Kunst in der Gesellschaft zuschreiben? Kann Forschung gelehrt werden?
Spätestens seit Marcel Duchamp, vielleicht jedoch viel früher – möglicherweise sogar schon seit sie existiert –, war Kunst bestrebt Wissen aufzunehmen, das sich von akademischem Wissen unterscheidet, sowie der endgültige Grund dafür zu sein, dieses akademischen Wissen zu relativieren. Zeitgenössische Kunst ist oftmals bestrebt, Werke und Situationen zu entwickeln, die es ermöglichen, die Vergangenheit frei zu betrachten, die Flucht zu ergreifen und sich dem Unbekannten anzunähern. Künstlerische Forschung ernst zu nehmen heißt auch, die Desorganisation in den Beziehungen zwischen den Disziplinen, mit denen sich zeitgenössische Kunst auseinandersetzt, zu akzeptieren. Der Aufstieg von Kulturwissenschaften, kritischer Theorie und die vielen Abwandlungen der post-marxistischen Verständnisses der Beziehung zwischen Kunst und Ökonomie sind das Ergebnis eines unbegründeten –historisch jedoch möglicherweise notwendigen – Vertrauens in die Möglichkeit, die Bedeutung dessen, was in einem Kunstwerk passiert, zunächst zu entwirren und dann zu festigen, sowie des „kreativen“ Prozesses in seiner Gesamtheit. Künstlerische Forschung heute zielt darauf ab, die Wichtigkeit der folgenden Behauptung zu begreifen und ihre Folgen zu untersuchen: Bedeutung entsteht aus Fiktion.
Glanz und Glamour, Labor und Experiment, High & Low, Digital Light oder die Elementarkraft des Feuers
Frankfurt am Main, April 2012. Erste Eindrücke des Licht Kunst Festivals "Luminale – Bienalle der Lichtkultur"
Es ist wieder soweit! Vom 15.-20. April findet in Frankfurt und Umgebung die Luminale statt. 160 Licht Ereignisse sind angekündigt und versprechen “Glanz und Glamour, Labor und Experiment, High & Low, Digital Light oder die Elementarkraft des Feuers”. So jedenfalls formuliert es Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth in ihrem Grußwort zum Festival.
Vom 14.04. bis 20.04.2012 Gruppenausstellung in der Kunsthalle Westkunst Frankfurt-Nied
Frankfurt am Main, April 2012. Im Rahmen der Luminale 2012 veranstalten Künstler des Vereins Westkunst Frankfurt-Nied eine interaktive Performance zum Thema Licht. Es werden Objekte und Bilder der Künstler Sanja Aleckovic, Alexander Hert, Jelena Hild, Larisa Krill, Radovan Madzar, Zoran Marcius, Emilia Prodan, Lena Rabinovich, Tatiana Shuvalova sowie Spomenka Aleckovic ausgestellt.